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über jene stillen Haine fast unwandelbar verbreiteten Halb-dunkels *).
Aus eben dieser Ursache liebte man auch in den Klöstern,deren Inwohner an und für sich ganz zu einem Leben vollstiller, beschaulicher Betrachtung verpflichtet waren, vorzugs-weise die kleinen und schmalen Fenster, welche nicht mehrals das nöthigste Licht einließen, und verdunkelte selbst diesesgar häusig noch durch bunt bemalte Scheiben. Die eigen-thümliche Mischung von Licht und Schatten, welche dashieraus entstehende Hell-Dunkel bildet, stimmt auch in derThat gar sehr mit dem Eharacter der zurückgezogen sinnen-den, mönchischen Selbstbetrachtung überein.
Ob man in Deutschland die Sitte, Kirchen- undKloster-Fenster mit bunt gemalten Glasscheiben zu zieren,zuerst aus Frankreich oder aus England erhielt, magunausgemacht bleiben; so viel aber wissen wir, daß imeilften Jahrhunderte die deutschen Klöster zu Tegernseeund Hirschau bereits mehrfach mit solchen Fenstern ge-schmückt waren. Auch in den Kirchen zu Köln undNürnberg brachte man sie zeitig an, und in letztererStadt waren später, im sechszehnten Jahrhunderte, sehrviele Glasmaler thatig**).
Daß Frankreich bis zum Eintritt der, auch gegendie Kirchen und Klöster sich wendenden Revvlutionsstürmebesonders zahlreiche Ueberreste der alten Glasmalerei bewahrte.
H Vcrgl. K. W, Hennert's Abhandlung über die Verwandt-schaft der Baukunst mit der Gartenkunst, in der Berliner Monats-schrift auf das Jahr 1786, Monat April, S. 365 u. f.
**) von Murr hat in seinem Kunst-Journal Th. XV. S, 53u. f. ein ziemlich vollständiges Verzeichniß der während der Jahre1521 bis 1721 in Nürnberg etablirt gewesenen Glasmaler geliefert.