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er arbeitete sich in der Zeit von 1650—1680 dennochmulhig durch diesen harten Schlag hindurch, und schrittdann wieder so rasch vorwärts, daß 1682 ein eigenesHandelsgericht begründet werden mußte, welches amIi. Jan. 1683 seine erste Sitzung hielt. Und so kam es,daß dreiundzwanzig Jahre spater selbst der so kostspieligeAufenthalt der Schweden in Sachsen, welche am18. Sept. 1706 in Leipzig einrückten, und binnen zweiMonaten dieser Stadt eine Contribution von 70,000 Tha-lern abpreßten, den Verkehr nicht lange hindern konnte.
Bei weitem nachtheiliger wirkte der finanzielle Druckdes siebenjährigen Krieges auf Leipzig, denn er kostetedem Rathe und der Stadt-Commun über fünfzehn MillionenRcichsthaler an Brandfchatzungen und Truppen-VerpflegungS-geldern *).
Auch würde es höchst wahrscheinlich der Stadt nichtgelungen seyn, sich nach solchen Verlusten wieder emporzu arbeiten, wenn sich nicht auf den Grund des altenLeipziger Stapel- und Niederlagsrechts allmählig besondersin der Zeit von 1460—1650 zwanzig sogenannteStapel- und hohe Heerstraßen als feststehende Gü-ter-Transport-Straßen gebildet hätten, gegen derenpraktischen Einfluß auf den in der Mitte derselbenliegenden Handelsort Leipzig alle mißgünstigenMachinationen anderer Handelsstädte erfolglos blieben.
Das kaiserliche Meß-Privilegium vom 23. Juni 1507
*) Vergl. F G. Leonhardi's Geschichte und Beschrei-bung der Handelsstadt Leipzig, sammt Umgebung, Leipzig 1799.8., S. 78.