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2 (1842) (1842)
Entstehung
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In naher Verbindung mit der feineren Drahtfabricationsteht die sogenannte Filigran-Arbeit und die Verfer-tigung der zur Stickerei dienenden Gold- und Silber-slittern; denn zu beiden wird Gold- und Silberdrahtverwendet: wir wollen daher der einen, wie der andernhier mit ein paar Worten gedenken. Die Filigran-Arbeitbesteht darin, daß seine, oft kraus gedrehte, oder nach Artder sogenannten Eanlille schneckenförmig gewundene, zu-weilen auch wohl geplättete Gold- und Silberfaden zuallerlei Laubwerk, Arabesken u. s. w- durcheinandergezogenund hier und da an einander gelöthet werben; wahrendman sie zugleich hier und da mit Hülfe eines kleinen Löth-rohrs in Kügelchen zusammen schmilzt, so daß das Ganzezwar für den ersten Anblick den Anschein eines buntenGewirres hat, aber doch bei näherer Betrachtung sich ingefälliger Regelmäßigkeit darstellt. Jetzt ist dergleichen Ar-beit meistens aus der Mode; ehemals aber wurden Nadel-büchschen, Juwelenschächtelchen u. s. w. in großer Zahldaraus verfertigt; namentlich gab es früherhin mehrereNonnen-Klöster, deren Bewohnerinnen sich in dieser Artvon feiner Arbeit Ruhm erworben hatten, und die mitden auf solche Art verfertigten Reliquien-Schächtelchen,Untersetzern und Deckeln zu Altarkelchen, Einfassungen vonAltargemälden u. dergl. einen ziemlich ausgebreiteten undnicht ganz uneinträglichen Handel trieben. Der NameFiligran-Arbeit (vuvra^e «!o iiii^r-me) ist aus den beidenlateinischen Worten iiluni und Zrsniim zusammengesetzt,und deutet daraus hin, daß man anfangs durch dieseFäden verschlungene Kornähren darstellte. Ursprüng-lich scheint diese Erfindung aus dem Oriente zu stammen;wenigstens findet sie sich an Kicchengerälhen, die ein soBesch, d. Erfind. 2. Bd. 7