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2 (1842) (1842)
Entstehung
Seite
96
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Vorstadt davon ehedem ganz von Eisen-Arbeitern besetztvoar. Wurden aber jene beiden Mühlen wirklich schonZ506 eingerichtet, so läßt sich daraus auf eine dort schonlängst vorher bestehende Drahtzieherei-Gilde ein ziemlichsicherer Schluß machen. Aehnliches ist von Schnecberg,Annaberg und Freiberg zu sagen: und am letzterenOrte kam auch die feinere Drahtzieherei fpäterhin in Gang,wo Venn die berühmte noch jetzt dort existirende Fabrikvon unächten oder leonischen Tressen — d. h. von solchen,die aus übergoldetem und übersilbertem Draht gefertigtwerden — damit in nähere Verbindung gesetzt ward.

Man hat um so mehr Ursache, auf den frühzeitigenKunstfleiß der Deutschen in dieser Beziehung einiges Ge-wicht zu legen, da ziemlich sichere Nachrichten darüberexistiren, daß in andern europäischen Ländern die Draht-zieherei noch in der Mitte des siebenzehnten Jahrhundertsso gut, als gar nicht bekannt war. Dieß gilt namentlichvon England, dessen einheimische Schriftsteller selbst er-zählen, daß erst im Jahre 4649 zu Esher durch die beidenNiederländer Jacob Momma und Daniel Demetrius dieerste Drahtzieherei (rvire-msIrinA) in England errichtetworden sey').

*) Vergl. Beckmann, a. a. O., Bd. lll. S. 84. DieserS chriftsteller erwähnt ebendaselbst, daß in Frankreich der Eisen-draht 61 ,!',4i'cl>!>I genannt werde, läßt es aber unentschieden, obdieser Name von einem gewissen Robert Arch al herstamme, welchernach einer unter den französischen Drahtziehern noch herrschendenSage die Drahtzieherei in Frankreich zuerst eingerichtet habe, oderob er eine verdorbene Zusammenziehung des Wortes 4,1,'ieb-Ueuüi(Kupfer) sey. Für letztere Erklärung streitet wenigstens der Um-stand, daß der Ausdruck 6t rl'äict,!,! dem Kupferdrahte nochfrüher, als dem Eisendrahte beigelegt worden zu sehn scheint.