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2 (1842) (1842)
Entstehung
Seite
95
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beide Gewerbe hier so in Schwung, daß vier dastge Bürger,Marcus Philipp Ulstatt, Joh. Georg Geyer, JosephMatti und Moritz Zech, welche darüber im Jahre 1698ein besonderes Privilegium vom Stadtrathe erhalten hatten,aus Dankbarkeit dafür von ihrem Landsmanne, dem da-mals berühmten Medailleur, Philipp Heinrich Müller,eine sehr schöne Medaille auf diesen guten Fortgang ihrerProfession schlagen ließen. Auch bestand namentlich dieGeyer'sche Drahtfabrik sehr lange in Ausgsburg, da sienoch gegen das Ende des achtzehnten Jahrhunderts durchEberhard Bozenhard fortgeführt ward*).

Geht nun aber auch hieraus hervor, daß die feineDrahtzieherei in Ausgsburg bei weitem früher im Gangegewesen sey, als in Nürnberg, so ist doch vielleicht rück-sichtlich der Verfertigung des gröberen und wohlfeilerenMetalldrahts weder Augsburg noch Nürnberg für die äl-teste deutsche Gewerbsstatte zu halten, sondern es scheintder Anspruch hierauf vielmehr den Städten des sächsi-schen Erzgeb ürges zu gebühren. Wenigstens ist keinGrund vorhanden, die Angabe in Tobias Schmidt'sChronik der Stadt Zwickau (Ebendas. 1656. 4.), Th. >l.S. 254, daß daselbst schon im Jahre 1506 eine Draht-mühle sammt einer Polirmühle erbaut worden sey, alsunglaubhaft in Zweifel zu ziehen; und zwar um so weniger,da schon am Schlüsse des fünfzehnten Jahrhunderts ge-rade in dieser Stadt Eisenarbeiten aller Art in solchemUmfange betrieben wurden, daß eine, späterhin unter denVerwüstungen des dreißigjährigen Krieges verschwundene

H Bergl. P. v. Stetten Kunstgeschichte von Augsburg,Th. I. S. 22Z u. Th. II. S. 107.