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man wohl anfänglich blos massive Goldstreifen, gleich denjetzigen Tressen, an den Rand der Gewander genähet, unddie goldnen Sterne u. dergl., womit, nach den Erzählungenalter Schriftsteller, Pracht-Gewänder nicht selten besetztgewesen seyn sollen, aus geschlagenem Goldblech ausge-schnitten und ausgenähet, wie dieß noch jetzt mit den Gold-flittern geschieht. Später jedoch wurden, wie nicht nur dieobige Bibelstelle andeutet, sondern auch aus einigen Wortendes Plinius (Histvr. natur. XXXIII, 4.) sich schließenläßt, wirkliche Goldfäden ganz oder zum Theil als Webestofffür Kleider verbraucht. Nach einer andern Stelle bei Pli-nius (VIII, 48.) soll der König Attalus von Bithynicndie Kunst, massive Goldfäden in die Kleiderstoffe zu weben,erfunden Habenz allein höchst wahrscheinlich ist diese Er-findung weit älter, obwohl sie den Römern allerdings kaumfünfzig Jahre vor Christi Geburt bekannt geworden seynmag. Uebrigens scheint es fast, als seyen, trotz des Wort-lautes in der letztern Stelle, doch daselbst nicht eigentlichGewebe von Goldfäden, sondern vielmehr Gold-Stik-kereien mit der Nadel gemeint, da nicht nur Pliniusselbst unmittelbar vorher von dieser Goldstickerei mit derNadel redet, sondern auch eine Stelle bei Silius Jta-licus (XIV, 661.) ausdrücklich sagt, die alkalischen Zeugewären mit der Nadel gestickt worden. Auch gewinnt diefragliche Vermuthung dadurch an Stärke, daß Pliniusam angegebenen Orte die attalischen Zeuge auch babylo-nische nennt, und diese letztern, wie unter andern Mar-tial (VIII, 23.) bezeugt, gewiß mit der Nadel gesticktwurden; zumal, da bei Plinius das Wort einweben(intexere) nicht selten für einnähen (insuere) gebrauchtwird; wie z. B. die Stelle XXXV, 9 zeigt, die wohl