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2 (1842) (1842)
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von dunkelrothem Lack verschen sey*). Eben so gehörthierher ein, unter dem ZV. Der. 1561 von Breslau ausan den Rath zu Görlitz gerichtetes Schreiben, welchesdreimal mit schönem rothem Lack besiegelt ist, und vondem bekannten Historiker v. Anton in dem dortigen Raths-Archive ausgesunden wurde"). Indessen darf man nichtaußer Acht lassen, daß auch die geübtesten Diplomatikcrsich in der Unterscheidung zwischen dem alten Siegel-wachs und dem neueren Siegellack täuschen können, so-bald sie nicht dazu schreiten wollen, die fraglichen altenSiegel zu zerbrechen, und chemisch untersuchen zu lassen;und gewiß sind solche Verwechselungen schon äußerst häufigvorgekommen; gerade so, wie die in den alten chemischenKunstoüchern befindlichen Recepte zur Verfertigung vonSicgelwachs oft fälschlich für Vorschriften zur Bereitungvon Siegellack ausgegeben wurden"*).

Sonach würde man doch am Ende genöthigt seyn, dieBereitung des wirklichen, jetzt üblichen Siegellacks als einefranzösische Erfindung zu betrachten, wenn nicht dieeigene oben mitgetheilte Erzählung französischer Schrift-steller von der Art und Weise, wie Franz Rousseauauf die Verfertigung seines Products gerathen seyn soll,eine sehr wahrscheinliche Vermuthung darüber darböte, daßdie wahre erste Erfindung unseres Siegellacks wohl ausOstindien stammen möge.

H Vergl» Beckmann, a. a. O., Bö. II. S. 552 u. f.") Vergl. I. G. Meusel'S historische Untersuchungen, Bd. I.St. Z. S. 240.

"*) Mit den von Beckmann, a. a. O. Bd. I. S. 439 u.494 u. ff erwähnten Recepten zur Bereitung von Siegellack scheintes sich völlig auf diese Art zu verhalten.