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2 (1842) (1842)
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Wenigstens ist aus Tavernier's Reisen bekannt, daßdieser Reisende in Surate Stangen von Gummi-Lack sah,die den Siegellackstangen ganz ähnlich waren, und daß eraußerdem bemerkt, der im Königreiche Asem vorkommendeGummi-Lack werde nicht blos zum Lackiren, sondern auchzur Verfertigung des spanischen Wachses angewendet; eineNotiz, die durch eine ahnliche Angabe in Dapper's aus-führlicher Beschreibung von Asten, Nürnberg IL81. Fol.,S. 237, deutliche Bestätigung empfängt. Auch werdenWirklich in einigen Naturalien-Sammlungen so wohl tür-kische, als ostindische Siegellack-Stangen vorgezeigt, welcheein hohes Altecthum verrathen*).

Um diese so verschiedenen Meinungen unter einandermöglichst zu vereinigen, könnte man vielleicht auch an-nehmen, daß allerdings harziges Lack zum Untersiegeln zu-erst in Ostindien angewendet und brauchbar gemacht wor-den sey; daß man aber in Deutschland noch früher, alsdiese ostindische Erfindung in Frankreich wesentlich verbessertworden — allerlei harzige Substanzen zur Vervollkomm-nung des alten Siegelwachses zu verwenden angefangen,und dadurch auch schon eine Art von Siegellack hergestellthabe, welche aber freilich durch das von französischen Fa-lbricanten hergestellte feine Siegellack späterhin sehr , über-troffen worden sey.

Vergl. Beckmann, a. a. O», Th. I. S. 490 u. f.