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dessen Verwendung zu Schreibstiften, welche in einemhölzernen Handgriffe lagen, deutlich angab. Da er ebendaselbst sogar einen solchen Stift in Holzschnitt abbilden ließ,so kann man schließen, daß deren Gebrauch damals nochsehr neu und ungewöhnlich gewesen seyn müsse.
Auf Gesner folgte der Mineralog Cäsalpinus, lnsei ner zu Rom 1596 zuerst gedruckten Schrift über dieBergwerksproducte. Dieser gab eine noch genauere Be-schreibung der natürlichen Beschaffenheit des Reißbleies,indem er sagte, es sey ein bleifarbiger, glänzender und soglatter Stein, daß er wie mit Oel überzogen erscheine; erfärbe die Finger mit einem aschgrauen, bleifarbigen Glänze,und es würden daraus scharf zugespitzte Stifte zum Zeichnenfür die Maler gemacht.
Was ja noch etwa an dieser Beschreibung des Reiß-bleies fehlte, das that der Jtaliäner Ferrand Jmperatoin s. Naturgeschichte, Neapel 1599, Fol., hinzu, indemer bemerkte, das Reißblei, von ihm gratio piombino ge-nannt, eigne sich weit besser zum Zeichnen, als Timeund Feder, weil die damit gemachten Züge eben sowohlauf schwarzem, als auf weißem Grunde hervorträten,und weil man sie beliebig erhalten oder auslöschen könne,ja sogar über sie hinweg noch mit der Feder zu schreibenoder zu zeichnen vermöge. Das Mineral selbst sey glatt,greife sich aber fettig an, und färbe mit einem bleiartigenmetallischen Glänze ab. Die festere Gattung davon werdezu Schreibstiften verwendet; eine andere aber, die schuppen-artig sey, und sich leicht zerbröckeln lasse, werde mit rotherThonerde vermischt, und dann zur Verfertigung feuerfesterSchmelztiegel angewendet.