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fügten Wunsche, Reuchlin möchte, wenn er deren nochmehrere hätte, einige noch England an einen gemein-schaftlichen Gönner und Freund senden *).
Je allgemeiner aber seit dem sechszehnten Jahr-hunderte die Anwendung der Federn zum Schreiben ward,und namentlich, je außerordentlicher seit dem Wiedcr-erwachen der wissenschaftlichen Cultur, und seit Erfindungder Buchdruckerkunst die Zahl der täglich mit Schreibenbeschäftigten Personen sich vermehrte, desto eher mußte dieHerbcischafsung. der nöthigen Federn allmählig die Gestalkeines nicht unbeträchtlichen Handels annehmen; obschondie gewöhnlichen Gänsekiele, zu Folge der in Deutschlandseit uralten Zeiten einheimischen und beliebten Gänsezucht,weit leichter zu erlangen waren, als die ehedem von viel-schreibcnden Leuten gesuchten Pfauen-, Schwanen- undAdlers-Federn.
Daß seit mehr als hundert Jahren namentlich inNorddeutschland — von Schleswig und Holstein aus überHamburg, so wie von Pommern her nach Leipzig, Nürn-berg und Frankfurt hin — ein sehr bedeutender Handelmit Federspulen — vorzugsweise mit den sogenanntenHamburger Kielen oder Federposen — getriebenwird, ist eine allbekannte Sache.
H Vergl. die, im Jahre 1519 unter dem Titel - I>I»5tr!umvirsium ltpistol»« !><l ,lol>. Ileuclllinum mis8!>e, in Quartformatgedruckte Briefsammluug, S. 144. Zu dem ganzen vorstehendenAufsatze find übrigens vorzugsweise die Notizen benutzt worden, dieBeckmann in seiner Kesch. der Erfind., Bd. III., S. 47—59und Bd. IV., S, 2S9 —299 über den Gebrauch der Schreib-ftdern mittheilt.
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