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aber bei curialistischen Verhandlungen und Synodalactensogar noch viel später beibehalten worden. Eben so pflegteman sich seiner in den Klöstern geraume Zeit lang nochzu der Fraclurschrift und zu den Anfangsbuchstaben zubedienen, auf deren in das Auge fallende Gestalt manbekanntlich großen Werth legte.
Daß übrigens auch Gelehrte im sechszehnten Jahr-hunderte noch häufig neben den zum Schreiben beliebtgewordenen Pfauen- und Schwanenfedern sich der „asiati-schen Schreibröhre" bedienten, ergiebt sich unter andernaus einem Briefe des berühmten Reuchlin an seinen FreundPirkheimer. Als nämlich Reuchlin 1520 wegen der Pestmit Hinterlassung seines ganzen Besitzthums sich aus Deutsch-land nach der Schweiz geflüchtet hatte, sandte ihm seinFreund Pirkheimer auf seine Bitte außer andern nö-thigen Bedürfnissen gutes Schreibpapier, ein Federmesser,und statt der Pfauenfedern, um welche er gebeten hatte,die besten Schwanenfedern; auch, damit nichts fehle, einesehr vorzügliche Art von Schreibrohrcn, die Reuchlin,seiner Antwort nach, ihrer Güte zu Folge, für ägyptischeoder klein-astatische hielt*).
Letztere Schreibrohre müssen damals, der noch immerhäusigen Nachfrage wegen, in bedeutendem Preise gestandenhaben; denn im Jahre 1488 schrieb Erasmus anReuchlin, und bedankte sich bei diesem für die kürzlichvon ihm empfangenen drei Schreibrohre, mit dem beige-
H Vergl. die Biographie von Reuchlin in Chr. MeinerS'Lebensbeschreibung berühmter Männer, Bd. I., Zürich 1795. 8.,S. 76 und Wilibald Pirkheimer's Werke, Frankfurt 1618,Fol., S. 259.