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der Gebrauch dieser Rohre sofort aufgegeben ward, als maneinmal die Federspulen versucht hatte.
Wie zeitig man übrigens wirklich auf den Gedankengekommen sey, statt des Rohrs die Feder zum Schreibenzu gebrauchen — diese zweite Frage ist nicht wenigerschwierig zu beantworten, als die erste.
In den ersten vier Jahrhunderten nach Christi Geburtscheint man sich immer noch ausschließlich des Rohrs zumSchreiben bedient zu haben, und jeder Versuch, einzelneStellen der alten Dichter u. s. w. auf die Anwendung derFedcrspulen beim Schreiben zu deuten, ist mißlich undvoreilig.
Dagegen giebt es aus dem fünften Jahrhunderte n.Chr. G. schon ein bestimmtes Zeugniß über diese Ver-wendung der Federn; und zwar gar im Bezug aus denGebrauch, den ein König davon machte.
Es wird nämlich erzählt, der ostgothische König Theo-dorich habe sich während seiner zehnjährigen Regierungs-zeit die Fertigkeit nicht aneignen können, vier Buchstabenunter seine Verordnungen zu schreiben. Man habe ihmdaher ein goldnes Blech gegeben, worin die vier Buch-staben ausgeschnitten gewesen; dieses habe er vor sich aufdas Papier gelegt, und darnach die Buchstaben mit derFeder gezpgen "). Es leistete ihm also sein Blech die-selben Dienste, für welche jetzt die sogenannte Schabloneder Stubenmaler bestimmt ist. Für uns hat diese Er-zählung — zu der auch mehrere Seitenstücke aus der
") Bergl. die Lxcci'j't-I nueloris -gnvti ä« llonstsnlio-losgne Impei-stoi'il.u- , im Anfange zu des Balesiuö Ausgabevom Arriau, Paris 1681. Fol., S. 669.