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2 (1842) (1842)
Entstehung
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neuern Rcgentcngeschichte geliefert werden könnten — hierblos Interesse im Bezug auf den Mitgebrauch der Schreibe-federn; übrigens ist es nicht unwahrscheinlich, daß auchTheodorich's Zeitgenosse, der Kaiser Justin, der ebenfallsnicht schreiben konnte, und sich daher zu den Unterschrifteneiner hölzernen Tafel mit ausgeschnittenen Buchstaben alsSchablone bediente, wobei er sich sogar noch die Handführen ließ — schon Federn zur Herstellung seiner Unter-schrift angewendet habe; obgleich sich dieß aus dem, vondem Ueberlieferer dieser Nachricht, Procopius (bist, ar-oana, cap. 6.), gebrauchten allgemeinen Ausdrucke: „Schreib-Jnsirument" (/H-r-pi?) nicht mit Bestimmtheit schließen laßt.

Seit dem Ende des sechsten und dem Anfange dessiebenten Jahrhunderts mehren sich die sichern Zeugnisseüber den immer gewöhnlicher werdenden Gebrauch derSchreibfedern. So rechnet z. B. der in diese Zeit gehörendeJsidorus Hispaliensis (OriAA. Vl, 13.) schon eben so-wohl Federn, als Schreibrohre zu den Schreibmaterialien,giebt den Unterschied zwischen beiden genau an, und be-merkt auch ausdrücklich, daß man die Spitze der Federspalten müsse.

Eben so gehört hierher ein allerliebstes Gedicht des imJahre 7VS verstorbenen Dichters Adelhelmus, desersten Sachsen, der in lateinischer Sprache schrieb,und seine deutschen Landsleute mit der lateinischen Dicht-kunst bekannt machte, worin er geradezu die Schreibfederspenna 8oriptl»'ia) selbst redend einführe, und was, treuverdeutscht, etwa so lauten dürfte:

,,Mich erzeugte dereinst die lichtweiß glänzende Kropfgans,„Die aus dem Sumpfe das Naß zum weit aufschnappenden Hals bringt;„Darum streb' ich auf's Neu' entgegen schimmernden Fluren;