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Daß man als erstes Material zur Bereitung vonPapier Baumbast benutzte, war allerdings sehr natürlich.Denn bekanntlich boten Baumblätter den aller-ältesten Schreibestoff dar; es lag also sehr nahe, voneben den Baumen, deren natürliche Erzeugnisse man un-mittelbar zur Schrisrbewahrung benutzte, auch mittelbaretwas für gleichen Zweck zu verwenden.
Auf welche Art man aber aus Baumbast und dergl.Papier bereitete, darüber vermag das Versahren der Chi-nesen bei Bereitung ihrer ganz ähnlichen Papiersorten unseinen deutlichen Fingerzeig zu geben. Nach Angabe euro-paischer Reisender nehmen sie die innere Haut des Bam-busrohrs oder Maulbeerbaums von jungem Wuchs, ziehendie erste grüne Rinde ab, und schneiden von der, hierallein anwendbaren, innern Rinde dünne Riemen. So-dann legen sie diesen zerschnittenen Baumbast in trübesWasser, lassen ihn faulen und sich in seinen festenTheilen auflösen, nehmen die ganze Masse nach fünfzehnTagen wieder heraus, spülen sie mit frischem Wasser ab,legen sie in ein Gefäß, und bedecken sie mit vielem Kalk.Nach einigen Tagen nehmen sie den jetzt entstandenenBrei wieder heraus, trocknen und bleichen ihn an derSonne, kochen ihn dann in einem Kessel, und rühren ihnmit großen Keulen völlig klar. Hierauf nehmen sie dickeStengel von einem dort einheimischen öligten Gesträuch,und wässern dieselben mehrere Tage, bis ein leimartigerSaft herausdringt, welcher mit dem obigen Brei vermischtwird. Ist dieß geschehen, so wird beides zusammen inein ausgemauertes Bchältniß gegossen, woraus man mithölzernen Formen die gewöhnlichen Papierbogen auf dieauch bei uns übliche Art herausschöpft. Die Formen selbst