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werden aus dünnen, in Oel gesottenen Bambusstäbengemacht; und die Chinesen schöpfen mitunter so großeBogen, daß die Form nicht von den Händen regiert,sondern an Stricken durch eine Rolle gelenkt wird. ZumTrocknen des Papiers führen sie eine Mauer auf, die vonaußen geweißt, inwendig aber hohl ist, und durch einenOfen erwärmt wird. Die alsdann auf diese Mauer ge-legten Bogen trocknen fast so schnell, als sie herausgeschöpftworden sind. Um das Papier starker, als auf die obenerwähnte Art zu leimen, bedienen sie sich des mit Alaunin Wasser zerkochten Fischleims; durch diese dünne Brüheziehen ste die einzelnen Bogen schnell durch, und lassensie dann wieder an der Luft trocken werden*).
Die ganze Bereitungsart rechtfertigt sich so sehr durchsich selbst, daß man wohl annehmen darf, die wesentlichstenOperationen dabei werden schon in der ältesten Zeit beiBereitung des Baumbastpapiers gebrauchlich gewesen sepn;obschon wahrscheinlich Alaun und Fischleim damals nochnicht angewendet wurden.
Wie gut ausgedacht aber auch diese Fertigung des ur-alten Baumbastpapieres seyn mochte, die Zerbrechlich-keit desselben mußte mit der Zeit doch seine Verdrängungdurch haltbarere Sorten herbeiführen; und obwohl di?Schriftsteller der mittleren Zeit berichten, daß sich selbst inEuropa die Anwendung solches Bastpapiers bis in dassechste Jahrhundert erhallen habe, und daß man in einigenfranzösischen Bibliotheken noch jetzt Documente, die aufsolches Papier geschrieben worden, ausbewahre: so hat sichdasselbe doch allmahlig ganz verloren; und nur der lateZ-
*) Vergl. Breitkopf, a. a. O., S. 120.