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Wir beginnen diese Untersuchung mit der Bemerkung,daß alles und jedes Papier, welches im Laufe der Zeitjemals auf die Dauer in Gebrauch kam, stets ein Kunst-product im eigentlichsten Sinne war; d. h. daß dasselbe,um Halt, Geschmeidigkeit und innere Eonsistenz zu er-langen, stets aus bereits kunstmäßig gewonnenenMaterialien bereitet werden mußte, nicht aberaus ganz rohen Naturproducten, welche niemals jeneEigenschaften in hinreichender Weise darzubieten vermochten.Daß diese von dem berühmten Brcitkopf als Sachkennerlangst ausgesprochene Ansicht vollkommen richtig sey, be-weisen unter andern die chinesischen und japanischenPapiere, welche, alles schönen äußeren Anscheins unge-achtet, im höchsten Grade zerbrechlich find, sich nicht leichtohne Schaden zusammenlegen lassen, und wenig Dauerverrathen; und das Alles blos deshalb, weil sie, denBerichten aufmerksamer Reisebeschreiber zu Folge, eben sowie die in Tibet, Slam und Madagascar gebrauch-lichen Papiere, aus rohen Schaaken von Maulbeer- undBambusbäumen bereitet werden *).
Hierin liegt nun aber auch der Grund, warum dieälteste Papiersorte, die wir kennen, die sogenannte cli-rt,cortice-, welche in alter Zeit aus abgeschältem Baumbast(über) bereitet ward, und die also ihrer Entstehung nachdem chinesischen Papiere zum Muster gedient zu habenscheint, schon frühzeitig als wenig dauerhaft erkannt, unddaher allmählig durch andere Papiere, namentlich aberdurch das cigenthümliche ägyptische Papier, verdrängtward.
Vergl. Breitkopf, a. a. O>, S. 46, 53 und 126.