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2 (1842) (1842)
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Figuren und Namens-Zügen, Zahlen u. s. w. versuchthaben mußte, liegt am Tage. Wir finden aber auch, daßdie Gewohnheit, Siegel — die nichts Anderes, als Bilderund Namenszeichen sind >— statt des nachher üblichenWachses in schwarzer Farbe abzudrucken, bei den orien-talischen Völkern schon in uralter Zeit eben so herrschendwar, wie sie noch jetzt bei den Türken vorkommt*).

Aus dem Oriente aber gelangte diese Sitte durch dieEroberungszüge der Römer nach Italien; und in der alt-römischen Cultur-Geschichte begegnet sie uns sehr hausig,da die Römer sich solcher Stempel zu Namens - Unter-schriften und Waaren-Bezeichnungen fast allgemein be-dienten.

Wurden nun auch diese Stempel von ihnen, eben desimmer üblicher werdenden Gebrauchs wegen, bald nichtmehr aus Holz, sondern aus Metall oder Stein gefertigt,so erfolgte doch deren erste Nachahmung durch die roheren,gothisch-germanischen Nationen nur in Holz; und ebendiese rohen, anfangs tief, und dann erhaben geschnit-tenen Holzstempel (Stampillen) bildeten die erste Grund-lage der germanischen Holzschneidekunst.

Der Entzweck, für welchen diese Völker zuerst dierömischen Stempel nachahmten, war, ihren des Schreibensunkundigen Fürsten die Unterzeichnung der erlassenen Be-fehle zu erleichtern; weshalb die fürstlichen Namenszüge(Monogramme) in solche Holzstempel geschnitten, und dannentweder vom Regenten selbst, oder von einer besonders

*) Vergl. die biblischen Stellen, Ezechiel II. 9., 2 Br. Paulian den Timotheus II, 19. und d. Offenbar. Joh. Vll, 2. , inVerbindung mit Lüdccke's Beschr. d. türkischen Reichs, Leipzig1771. 8., S. 30t.