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1 (1867)
Entstehung
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loser Eifer trug nicht Wenig dazu.bei, unter den literarischen Größen derHauptstadt, die sich in ihrem Gesellschaftscirkel versammelten, eine be-geisterte Propaganda für das Verständnis und die richtige Werthschätzungder Dichtungen des Schwans von Weimar zu erwecken. In diesemBestreben wurde sie durch ihren feinsinnigen Gemahl Varnhagcn von Ense,dessen „bejahendes Entgegenkommen" Goethe mit Wohlgefallen aufnahm,kräftig unterstützt, und das lebhaste Interesse für Kunst und Literatur,welches in dem geistvollen Kreise genährt wurde, kam auch den jünger»Talenten zu Gute, die hier freundliche Aufmunterung und fördernde An-regung fanden. Mit Friedrich von Schlegel, Ludwig Tieck, Fouquö undden meisten andern hervorragenden Stimmführern der Romantik standRahel in fortgesetztem mündlichen oder brieflichen Verkehre, Schleiermacher,Fichte und Chamisso gehörten zu den regelmäßigen Besuchern ihres gast-lichen Hauses, und als Heine im Frühling 1821 nach Berlin kam, würdeder Varnhagen'sche Salon die Hauptpflanzstätte seines Dichterruhms.„Die liebe, gute, kleine Frau mit der großen Seele," — „die geistreichsteFrau des Universums," wie Heine sie ein anderes Mal nennt — „legteaber nicht allein für seine poetische Begabung, sondern auch für das reiz-bare, zwischen melancholischer Weichheit und bitterem Spott auf und abschwankende Empfindungsleben ihres jungen Freundes das zarteste Verständ-nis und die wohlwollendste Sympathie an den Tag. Ihr Haus in derFranzösischen Straße No. 2V erschien ihm als sein wahres Vaterland ^und wie er sofort den vollen Werth ihres seltenen Geistes erkannte, sogestand er auch freudig, dass ihn Niemand so tief verstehe und kenne wieRahel. „Als ich ihren Brief las," schreibt er einmal an Varnhagen ^),„war's mir, als wär' ich traumhast im Schlafe aufgestanden und hättemich vor den Spiegel gestellt und mit mir selbst gesprochen und mitunteretwas geprahlt ... An Frau von Varnhagen brauche ich gar nicht zuschreiben, sie weiß Alles, was ich ihr sagen könnte, sie weiß was ich fühle,sie weiß was ich denke und nicht denke." Einmal bemerkt er, dass sogarseine Handschrist mit Frau von Varnhagen'S Handschrift sehr große Ähn-lichkeit bekomme, und fügt hinzu: „Im Grunde ist eS auch Unnatur, wennich anders schreibe. Sind sich doch unsre Gedanken ähnlich wie ein Sterndem andern — besonders meine ich hier Sterne, die so recht viele Mil-lionen Meilen von der Erde entfernt sind." Und als er ihr von Hamburgaus die Lieder der „Heimkehr" widmete, sandte er ihr das Buch ohne

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