Erstes Kapitel.
Die Knabenzeit.
Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts lebte in Altona der jüdischeKaufmann Meier Schamscheu Popert.') Derselbe hatte zwei Töchter, Fetteund Mathe. Fette, die Ältere der Beiden, heirathete den wohlhabendenBendip Jtzig Schiff, während der minder mit Glücksgütern gesegneteHändler Lob Heine in Altona die jüngere Schwester Mathe heimführte,und bald darauf mit ihr nach Hannover zog. Nach dem Tode ihresGatten und ihrer Schwester vermählte sich Mathe in späterer Zeit wiedermit ihrem verwittweten Schwager, dem sie zu seinen drei Söhnen undeben so vielen Töchtern sechs Kinder ihres ersten Mannes — Salomon,Meier, Schmnl, Henry, Hertz und Samson — in die Ghe brachte. Vonihren näheren Lebensumständen ist uns Wenig bekannt; doch werden ihreVerhältnisse bis zu ihrer zweiten Verheirathnng dürftig genug gewesensein. Mittellos mussten die heranwachsenden Kinder hinaus in die Welt,mit zäher Energie den Kampf um die Eftstenz zu beginnen. So wissenwir, dass ihr, 1767 geborener, ältester Sohn Solomon in seinem sieb-zehnten Jahre, mit einem Paar Lederhosen angethan und nur sechzehnGroschen in der Tasche, das elterliche Haus in Hannover verließ undauf gut Glück nach Hamburg Pilgerte, wo er sich durch eigene Thatkraft,und vom Lächeln Fortnna's begünstigt, im Laufe d<zr Zeit vom armenWechselansträger zum weltberühmten Bankherrn und Besitzer von Millionenemporschwang.
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