Druckschrift 
1 (1867)
Entstehung
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Behrenstraße, und die Possenreißer vorm Brandenburger Thore. Mit kind-lichem Entzücken schwelgt er in den Süßigkeiten der Konditoreien und er-zählt von den Zucker- und Dragsepuppen, die zur Weihnachtszeit dortausgestellt sind, — von den schlagrahmgefüllten Baisers bei Fosty, „wo dieEnkel der Brennen im dumpfigen Lokal zusammengedrängt wie die Bückingesitzen und Krsine schlürfen, und vor Wonne schnalzen, und die Fingerlecken," — von Teichmann's gefüllten Bonbons, welche die besten Berlin'ssind, während in den Kuchen zu viel Butter ist, — von den schlechtenund thenren Konfitüren bei Fuchs, dessen prachtvolle Spiegel und Blumenund seidne Gardinen man doch nicht essen kann — von Sala Tarone,von Stehely und Lebeufve, — vom Links Uozml, wo er mit den DichternE. T. A. Hoffmann und G. A. von Maltitz, mit dem großen PhilologenFriedrich August Wolf („dem Wolf, der den Homer zerrissen"), und mitdem berühmten Reisenden Kosmeli zu Mittag speist, — und von dergoldnen Sonne über den Paradiesespforten zu Zagor's Restauration, „derSonne, die leider nicht ohne Flecken, denn die Bedienung ist langsam, derBraten oft alt und zähe, aber der Wein, ach, der Wein lässt bedauern,dass der Gast nicht den Seckel des Fortunatus besitzt!"

Bald indessen regt sich der kritische Geist, dem das krittelnde Berlinvollauf Nahrung zu spöttischen Bemerkungen giebt. Vor Allem ist es dieäußere Erscheinung der Stadt, die dem jungen, an den lachend heiternRheinnfern ausgewachsenen Poeten ein frostiges Unbehagen erweckt. Erfindet, dass Berlin, obschon die Stadt neu, schön und regelmäßig gebautist, doch einen etwas nüchternen Eindruck macht, und stimmt in die Worteder Frau von Stasl ein: ,.ösilin, ostts vills touts moZerns, cjuslc^usbelle cju'slls soit, us knit pns uns imprssmon nsss? serisuss; onn'^ nppsryoit Point l'smprsints Zs I'bistairs ckn pnz-s, in Zu enrne-tsrs Zss bnbitnuts, st sss mnZuiticjuss Zsmeurss nouvellsinsnt oon-struitss ns ssmblsnt cksstinöss c^ünux rnsssmblsmsuts eommockssZss plaisirs st Zs I'inZustris." „Berlin," sagt er später ^'), „ist garkeine Stadt, sondern Berlin giebt bloß den Ort dazu her, wo sich eine MengeMenschen, und zwar darunter viele Menschen von Geist, versammeln, denender Ort ganz gleichgültig ist; Diese bilden das geistige Berlin. Der durch-reisende Fremde sieht nur die langgestreckten, uniformen Häuser, die langenbreiten Straßen, die nach der Schnur und meistens nach dem Eigenwilleneines Einzelnen gebaut sind, und keine Kunde geben von der Denkweise