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und necke Jeden, und lache, und schwatze, was mir in den Kopf kömmt.Auf der letzten Redoute war ich besonders freudig, ich hätte auf dem Kopfegehen mögen, und wäre mein Todfeind mir in den Weg gekommen, ichhätte ihm gesagt: „Morgen wollen wir uns schießen, aber heute will ichdich recht herzlich abküssen." Die reinste Lustigkeit ist die Liebe, Gott istdie Liebe, Gott ist die reinste Lustigkeit. ss bsnu! tu ss okmrumnt!
tu es 1'objst cks mu tlnnims! js t'nckors, rna bslls!^ Das waren dieWorte, die meine Lippen hundertmal unwillkürlich wiederholten. Und allenLeuten druckte ich die Hand und zog vor allen hübsch den Hut ab; undalle Menschen waren anch so höflich gegen mich. Nur ein deutscher Jüng-ling wurde grob, und schimpfte über mein Nachäffen des wälschen Babel-thumS, und donnerte im urteutonischen Bierbass: „Auf einer UntschenMummerei soll der Teutsche Teutsch sprechen!" O deutscher Jüngling,wie finde ich dich und deine Worte sündlich und läppisch in solchen Mo-menten, wo meine Seele die ganze Welt mit Liebe umfasst, wo ich Russenund Türken jauchzend umarmen würde, und wo ich weinend hinsinkenmöchte an die Bruderbrust des gefesselten Afrikaners! Ich liebe Deutsch-land und die Deutschen; aber ich liebe nicht minder die Bewohner desübrigen Theils der Erde, deren Zahl vierzigmal größer ist, als die derDeutschen. Die Liebe giebt dem Menschen seinen Werth. Gottlob! ichbin also vierzigmal mehr Werth, als Jene, die sich nicht aus dem Sumpfeder Nationalselbstsucht hervorwinden können, und die nur Deutschland undDeutsche lieben."
Wir sehen aus diesen Schilderungen, dass Harry Heine, der am 4.April 1821, einige Wochen nach seiner Ankunft in Berlin, als Student ausder dortigen Universität immatrikuliert wurde, das beschaulich zurückgezogeneStillleben von Bonn und Göttingen in der Residenz nicht fortsetzte, son-dern sich mit fiebernder Hast in den Strudel der gesellschaftlichen Zer-streuungen stürzte, die für ihn eine ganz neue Welt waren. Mit vollenPoren sog er all die unbekannte Herrlichkeit ein, umherschweifend, kostend,genießend, und erst später das Geschaute kritisch überdenkend. Anfangserschien ihm Alles überraschend und wunderbar: die Breite und Schönheitder Straßen, die Prachtgebäude der Linden, die Waarenausstellungen inden Schaufenstern der Kaufmanusmagazine, der rastlos auf und ab wo-gende Menschenstrom, die schlanken, kraftvollen Gestalten der Officiere, dieZauberkünste Bosko's, der Riese auf der Pfaneninsel, die Chinesen in der