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1 (1867)
Entstehung
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Deutschland aufgenommen wird. Hier ist er vielleicht schon zum dreißigstenMale gegeben, und noch immer wird es erstaunlich schwer, zu einer Vor-stellung desselben gute Billette zu bekommen." Trotz dieser glänzendenAusnahme des „Freischütz" und trotz des bescheidensten Auftretens ^), ge-lang es Weber nicht, die gehoffte Anstellung bei der Berliner Oper zufinden — Spontini's hochfahrende Eitelkeit duldete neben sich keinen zweitenKomponisten, dessen Geist dem seinigen nicht huldigte, oder gar mit ihmwetteiferte.

Der große Erfolg des „Freischütz" ermuthigte jedoch den GrafenBrühl, bald nachher die Aufführung zweier anderen deutschen Opern durch-zusetzen. Die erste derselben, „Aucassin und Nicolette", interessierte dasPublikum der Residenz namentlich wegen des Nmstandes, dass sowohl derKomponist, Musikdirektor G. A. Schneider, wie der Textdichter, Geheim-rath I. F. Koreff, stadtbekannte und beliebte Persönlichkeiten waren.Heine schrieb nach der ersten Aufführung, die am 26. Februar 1822 statt-fand: „Wenigstens acht Tage lang hörte man von Nichts sprechen, alsvon Koreff und Schneider, und Schneider und Koreff. Hier standen ge-niale Dilettanten und rissen die Musik herunter; dort stand ein Haufenschlechter Poeten und schulmeisterte den Text. Was mich betrifft, soamüsierte mich diese Oper ganz außerordentlich. Mich erheiterte das bunteMärchen, das der kunstbegabte Dichter so lieblich und kindlich schlicht ent-faltete, mich ergötzte der anmuthige Kontrast vom ernsten Abendlande unddem heitern Orient, und wie die verwunderlichsten Bilder in loser Ver-knüpfung abenteuerlich dahingaukelten, regte sich in mir der Geist der blü-henden Romantik." Den Dank für die Freude, welche ihm diese Märchen-oper bereitete, sprach Heine gleichzeitig in einem Sonette 86) aus, das sichvon ähnlichen konventionellen Gelegenheitsgedichten freilich durch keinenFunken von Geist unterscheidet, und nur erwähnt werden mag, weil esein Beispiel dafür giebt, wie leicht sein Nrtheil sich damals noch durchdie Sympathie für romantische Intentionen bestechen ließ. — GrößereAnerkennung hätte die leider sehr kühl aufgenommene Oper „Dido" vonBernhard Klein verdient, ein im Gtuck'schcn Stile geschriebenes Werk,das reich an musikalischen Schönheiten ist und eine geniale Kraft verrätst 8?).Der aus Köln gebürtige Komponist lebte seit 1819 in Berlin, wohin dieRegierung, auf sein bedeutendes Talent aufmerksam gemacht, den mittel-losen Jüngling zur Förderung seiner Studien gesandt hatte. Hier ward er