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aus, dass, falls man ihn verlöre, solch ein Theaterintendant, der Enthusiastfür deutsche Kunst und Art sei, nicht leicht wieder zu finden wäre. GrafBrühl that redlich das Seinige, durch häufige Vorführung klassischer Stückeund durch Begünstigung des Bessern aus dem Felde der neueren Bühnen-literatur den Knnstgeschmack des Publikums zu heben — aber er vermochtedurch all' seine ernsten Bemühungen so wenig, wie Goethe vor ihm undJmmermann in späteren Jahren, die dramatische Produktion seiner Zeitauf glücklichere Wege zu leiten. In der Tragödie herrschten noch langedie romantischen Schicksalsdramen, im Schauspieb die thränenreichen Effekt-stücke vor; und das Lustspiel begann in den zwanziger Jahren namentlichans der königstädtischen Volksbühne in Berlin jene platt-frivole Richtungeinzuschlagen, welche jedes ethischen Gehaltes entbehrt, und so Viel zumVerfall des deutschen Theaters beigetragen hat. Heine erkannte schon frühdie sittliche Gefahr dieser Entwürdigung der Bühne; schon 1826 schrieber auf Norderney bei Gelegenheit eines Blickes auf die deutsche Lite-ratur- und und^Thcatermissre: „In der That, höre ich, wie in unfernLustspielen die heiligsten Sitten und Gefühle des Lebens in einem lieder-lichen Tone und so leichtfertig sicher abgeleiert werden, dass man am Endeselbst gewöhnt wird, sie als die gleichgültigsten Dinge zu betrachten, höreich jene kammerdienerlichen Liebeserklärungen, die sentimentalen Freund-schaftsbündnisse zu gemeinschaftlichem Betrug, die lachenden Pläne zurTäuschung der Eltern oder Ehegatten, und wie all' diese stereotypen Lust-spielmotive heißen mögen, ach! so erfasst mich inneres Grauen und boden-loser Jammer, und ich schaue ängstlichen Blickes nach den armen, un-schuldigen Engelköpfchen, denen im Theater Dergleichen, gewiss nicht ohneErfolg, vordeklamiert wird. Die Klagen über Versall und Verderbnisdes deutschen Lustspiels, wie sie aus ehrlichen Herzen hervorgeseufzt werden,der kritische Eifer Tieck's und Zimmermann's, die bei der Reinigung unsersTheaters ein mühsameres Geschäft haben, als Herkules im Stalle desAugias, da unser Theaterstall gereinigt werden soll, während die Ochsennoch darin sind; die Bestrebungen hochbegabter Männer, die ein roman-tisches Lustspiel begründen mochten, die trefflichste und treffendste Satire,wie z. B. Robert's „Paradiesvogel" — Nichts will fruchten, Seufzer,Rathschläge, Versuche, Geißelhiebe, Alles bewegt nur die Luft, und jedesWort, das man darüber spricht, ist wahrhaft in den Wind geredet."
Nicht wenig jedoch trug zum Herabsinken der dramatischen Kunst