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1 (1867)
Entstehung
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Frühjahr ein unbestrittenes Regiment. Boncher, der eine auffallende Ähn-lichkeit mit dein Kaiser Napoleon besaß und sich die sonderbaren TitelKosmopolit" undSokrates der Violinisten" gab, scharrte mit seinenKunststücken auf der Geige dort ein enormes Geld zusammen, und nannteBerlin aus Dankbarkeit Irr onpitnls äs la, miisic>us.Boncher hat wirk-lich Recht", sagte Heine ?').Es ist hier den ganzen Winter hindurch einSingen und Klingen gewesen, dass Einem fast Hören und Sehen verging.Ein Koncert trat dem andern auf die Ferse.

Wer zählt die Fiedler, nennt die Namen,

Die gastlich hier zusammen kamen?

Selbst von Hispanien kamen sie,

Und spielten auf dem SchangernsteGar manche schlechte Melodie".

Vor Allem versetzte Henriette Sonntag die Residenz in ein Wonnemeervon Enthusiasmus, und von eingebornen Berlinern war es der jungeFelix Mendelssohn, der im Frühling 1822 zum erstenmal in einem Koncerteöffentlich auftrat und allgemein als ein musikalisches Wunder, als ein zweiterMozart bestaunt wurde. Goethe's Freund Zelter leitete damals die Kon-certe der Singakademie, und wusste sich der Ansprüche auf Billette zu denstarkbesuchten Aufführungen nur durch jene kaustische Derbheit zu erwehren,die Goethe als ein natürliches Resultat seines langjährigen Aufenthaltesin Berlin betrachtete.Wie ich an Allem merke", sagte er nach eineinBesuche Zelter's zu Eckermann ^), ^lelll dort ein so verwegener Menschen-schlag beisammen, dass man mit der Delikatesse nicht weit reicht, sonderndass man Haare auf den Zähnen haben und mitunter etwas grob seinmuss, um sich über Wasser zu halten."

' Die Generalintendanz der königlichen Schauspiele leitete nach Jffland'sTode der feiugebildete Kenner des Bühncnwesens Graf Karl Moritz vonBrühl, der von dem edelsten Kunststreben beseelt war und, trotz vielfacherAnfeindungen und Kränkungen seitens einer boshaft nergelnden Kritik, dasBerliner Hoftheater wenigstens für eine Reihe von Fahren auf der Höhe,die es unter seinem Vorgänger erreicht hatte, zu erhalten verstand. Alsim dritten Jahre seiner Verwaltung das alte Schauspielhaus nach einerProbe von Schiller'sRäubern" am 28. Juni 1817 in Flammen aufge-gangen war, erbaute Schinkel das geschmackvolle neue Theater, welches am26. Mai 1821 mit einem von Goethe gedichteten Festprolog und der