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bei einer späteren Gelegenheit 7°), dass, durch die gleiche Misere unseresöffentlichen Lebens veranlasst, auch Tieck und die übrigen romantischenDichter in ihren satirischen Dramen sich jeder höheren Weltanschauungenthielten; „über die zwei wichtigsten Verhältnisse des Menschen, das po-litische und das religiöse, schwiegen sie mit großer Bescheidenheit; zumHauptgegenstand ihrer dramatischen Satire wählten sie das Theater selbst,und sie satirisierten mit mehr oder minderer Laune die Mängel unsererBühne. Aber man muss auch den politisch unfreien Zustand Deutschlandsberücksichtigen. Unsere Mißlinge müssen sich in Betreff wirklicher Fürstenaller Anzüglichkeiten enthalten, und für diese Beschränkung wollen sie da-her an den Theaterkönigen und Koulissenprinzen sich entschädigen. Wir, diewir fast gar keine räsonnierende politische Aournale besaßen, waren immer destogesegneter mit einer Unzahl ästhetischer Blätter, die Nichts als müßigeMärchen und Theaterkritiken enthielten, so dass, wer unsere Blätter sah,beinahe glauben muffte, das ganze deutsche Volk bestände aus lauterschwatzenden Ammen und Theaterrecensenten. Für die Kunst wird jetzt inDeutschland alles Mögliche gethan, namentlich in Preußen. Die Museenstrahlen in sinnreicher Farbenlust, die Orchester rauschen, die Tänzerinnenspringen ihre süßesten Entrechats, mit tausend und einer lltovelle wirddas Publikum ergötzt, und es blüht die Theaterkritik. Austin erzählt inseinen Geschichten: Als Cyrus die Revolte der Lydier gestillt hatte, wussteer den störrischen, sreiheitsüchtigen Geist Derselben nur dadurch zu bezäh-men, dass er ihnen befahl, schöne Künste und sonstige lustige Dinge zutreiben. Von lydischen Emeuten war seitdem nicht mehr die Rede, destoberühmter aber wurden lydische Restaurateure, Kuppler und Artisten."
Lustige Dinge trieb man in der That damals in der preußischenHauptstadt. Berlin stand zu jener Zeit ans dem Höhepunkte seiner Opern-und Koncert - Schwärmerei. Von allen Einflüssen der romantischen Lite-ratur hätte sich die nüchtern witzige Residenz ziemlich fern zu halten ge-wußt — Tieck fand niemals in seinen Berliner Landsleutenst.än sonderlichdankbares Publikum, Arnim wurde kaum gelesen, Fouqnö hatte zumeistnur Geltung in den aristokratischen Kreisen, höchstens an Hoffmanns dä-monischen Phantasiestücken ergötzte und graulte sich die gebildete und un-gebildete Lesewelt; — dafür aber schwang die romantischste aller Künste,die Musik, hier gebieterisch ihren Zanberstab, und vom Gendarmenmarktbis zum entlegensten Thore führte ihr Taktstock vom Herbst bis zum