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1 (1867)
Entstehung
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und wird mcil Viel leiste». Ich habe durch Wort und Beispiel Beidetüchtig angespornt, 'habe Denselben meine Ansichten über Poesie fasslichentwickelt, und glaube, dass wenigstens bei Letzterm dieser Same wuchernund gute Früchte tragen wird". Diese Prophezeiung hat sich allerdingsschlecht bewahrt Waldeck, der sich von Heine damals in die altdeutscheLiteratur einführen ließ und sogar eine Bearbeitung des Nibelungenliedesin Ottaverime begann, hat als unbeugsamer Kämpfer des Rechts und derFreiheit feine Lorbern auf ganz' anderem als poetischem Felde geerntet,und die wenigen Proben seines dichterischen Talentes, welche ohne seinZntbnn in die Öffentlichkeit gedrungen sind, lassen kaum bedanern, dass erder belletristischen Laufbahn so rasch und vollständig entsagte. Über-haupt drängt sich uns die Bemerkung auf, dass Heine, der zu jener Zeitin seinen Briefen und kritischen Abhandlungen mit den ihm vorgelegtenpoetischen Versuchen seiner Freunde im Einzelnen streng ins Gericht ging,doch im Allgemeinen sich über den Umfang und die Tragweite ihres Ta-lentes gewöhnlich täuschte. Er verweist freilich seinem Freunde Rousseaudas Dichten, ohne dabei zu denken" undda? Follenische Kraftworteri-sieren", er vergleicht Dessen Sonette mitWalderdbeeren, die überall herum-rankcn und Wurzel schlagen, und daher viel unbedeutende Schösslinge undviel nutzloses Blattwerk hervorbringen"; gelegentlich spottet er sogar:Rousseau hat bisher mit der Muse in wilder Ehe gelebt, hat mit seinemGassenmensch, der DomnAo^ia, manchen Wechselbalg gezeugt, und wenner ja mal die echte Muse schwängerte, so hatte er bei solcher Schwänge-rung nie daran gedacht, ob er einen Knaben oder ein Mädchen, einenMops oder eine Meerkatze wollte" aber trotzdem nennt er ihn einentüchtigen Poeten", derden Lorber verdiene", und kannsich nicht sattergötzen an den Schönheiten" seines Panegyrikns auf das Nibelungenlied!Ebenso räth er dem kaninchenhaft drauflos producierendcn Steinmann,dessenpoetische Bilder wie Pharao's magere Kühe aussehn",das kri-tische Ampntiermesser nicht zu schonen, wenn's auch das liebste Kind sei,das etwa ein Buckelchen oder ein Kröpfchen mit zur Welt gebracht", unddas holprige Trochäengesindel mit ihren Flickwortskrücken" ans seinenDramen zu verbannen - aber er hat die übersandten Proben dochmitherzlichem Wohlbehagen gelesen und abermals gelesen", und das Meistevon den poetischen Arbeiten des seichten Gesellen hat ihnans unge-wöhnliche Weise angesprochen" Das formlos nndramatische Trauerspiel