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gezeichneten Forscher auf dem Gebiete der deutschen Staats- und Rechts-geschichte bewies, und nicht allein neben Savigny das Haupt der histori-schen Schule ward, sondern auch die historisch-kombinatorische Methode desdeutschen Privatrechts begründete. Die mathematische Physik wurde durchdie Schriften und Entdeckungen von Ganß, die Chemie durch Stromeyer'sAnalysen, die Anatomie und Chirurgie durch Konrad Martin Langenbeckum werthvolle Resultate bereichert; und in -der klassischen Philologie machtensich ans dem von Heyne betretenen Wege Mitscherlich durch seine Horaz-Ausgabe, Ludolf Dissen durch seine scharfsinnigen Pindar-Erklärungen rühm-lich bekannt. Diese Richtung artete freilich mit Notwendigkeit immer mehrin einseitige archäologische Gelehrsamkeit aus, und es ist bezeichnend, dass derletztgenannte Gelehrte, welcher offen gestand, in der lateinischen Sprache keineentsprechenden Worte für unsre heutigen Denkkategorien über das Schöne zufinden, dennoch seine Kommentare lateinisch schrieb, während Mitscherlich garsich rühmte, niemals die Werke von Schiller und Goethe gelesen zu haben,und in seinen akademischen Schntreden sich fort und fort mit der heftigstenEntrüstung über den zunehmenden Verfall des Lateinschreibens beklagte. Dieorientalischen Sprachen und die allgemeine Literärgeschichte fanden in demvielseitigen Johann Gottfried Eichhorn einen rüstigen Vertreter, der auch fürdie Erscheinungen der neueren Geschichte einen so vorurtheilsfreien Blick, wiewenige seiner Zeitgenossen, bewahrte. Seine zahlreichen historischen Ar-beiten hatten den ausgesprochene» Zweck, eine genauere Bekanntschaft mitden Thatsachen der Geschichte zu vermitteln und dem Politischen Urtheileine festere Grundlage zu geben. Denn eine Richtung ans das politischeLeben hielt Eichhorn für durchaus nvthwendig; „wohl dem Volke", schrieber 1817, „das Religion und Politik zu Gegenständen seiner öffentlichenDiskussion machen darf: sie sind die beiden Achsen, um welche sich dasWohl der ganzen Menschheit dreht, und nur das Volk, welches sich ohneFurcht und Zwang über beide äußern darf, ist im wahren Sinne desWortes frei." Uber altdeutsche Sprache und Literatur las Georg FriedrichBenecke, welcher dies Studium zuerst zu einem Gegenstande akademischerVorlesungen erhob. Auch Bouterweck war noch am Leben, und hattejich nach mancherlei philosophischen Kämpfen vorherrschend auf das Gebietder Ästhetik urd allgemeinen Literatur zurückgezogen. Er entfaltete dorteine ersprießliche Thätigkeit, und suchte der Philosophie eifrig die Bedeu-tung zu vindicieren, welche ihr in dem empirischen Göttingen so hartnäckig