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1 (1867)
Entstehung
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aus dem Orient zu erklären suchte. Albrecht von Halter, gleich berühmtals Dichter und als Gelehrter, brach von Güttingen aus neue Bahnenauf naturwissenschaftlichem Gebiete, in den Zweigen der Physiologie, derAnatomie und Botanik. Nicht geringeres Verdienst erwarb er sich durchStiftung der Societät der Wissenschaften und durch Redaktion der „Güt-tinger Gelehrten Anzeigen", die ausführlich und getreu über die neuenErscheinungen auf wissenschaftlichem Felde berichteten, und auch der engli-schen und französischen Literatur eine sorgliche Aufmerksamkeit schenkten.In der juristischen Fakultät glänzten Namen wie Gebauer und Pütter,Elfterer ein Hauptvertrcter der damals beliebten „eleganten" Jurisprudenz,der Kunst des feinen Distingierens und des gelehrten Eitatenkrams, Letztererein mnthvoller Kämpfer gegen alles juristische Unrecht, der von seinemKatheder herab mit jugendlichem Eifer „den Verfall des Reichsjnstizwesenssammt dem daraus hervorgehenden Unheil des ganzen Rechts" erörterte.Johann Mathias Gesner und sein geistvollerer Nachfolger Christian Gott-lob Heyne verschafften der klassischen Philologie als einer Schule der Bil-dung und des Geschmacks zuerst Anerkennung und Verbreitung in Deutsch-land, und erhoben dieselbe znr wahren Alterthnmskundc. Sie halfendurch die Humanitätsstndien an den Alten den Boden bereiten, auf demGoethe und Schiller ihre nnverwclklichen Lvrbern ernten sollten; nicht min-der freilich beförderten sie durch die gelehrte Einseitigkeit ihrer Richtungjenen nnpatriotischen Sinn, der vor dem Sonnenschein, welcher aufGriechenlands und Italiens Fluren lag, nicht den Winterfrost politischerOhnmacht und Erniedrigung bemerkte, in dem das vaterländische Lebenerstarrt war.

Auch für die Wecking des politischen Geistes sollte die UniversitätGöttingen jedoch in ihrer höchsten Blüthezeit wirken, die in die Fahre1770—1790 fällt. An die Namen Schlözer und Spittler knüpft sich einepochemachender Fortschritt der Staatswissenschaften, die von Göttingenaus zuerst mit Pnblicität, ihrem Lebenselemente, umgeben wurden. Schlözerzerstörte durch das Fonrnal, welches er seit dem Fahre 1775 unter de»Titel „Briefwechsel" herausgab, die verderbliche Geheimniskrämerei, welchebisher in allen Staatsangelegenheiten herrschte und selbst rein statistische No-tizen ängstlich zu verbergen suchte. „Pnblicität ist der Puls der Freiheit",sagt Schlözer in einem denkwürdigen Artikel dieses FournalS, das mitunermüdlicher Kraft für PrelStreiheit und für die Öffentlichkeit der Gerichte,