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gegen Intoleranz und Zesuitismus kämpfte, jegliche Art von Willkürund Ungerechtigkeit furchtlos ans Licht zog, und jedem Unterdrückten seineSpalten öffnetet Als der „Briefwechsel" 1782 den Namen „Staatsan-zeigen" annahm, schrieb Schlözer die mannhaften Worte: „So lange nochder Altar steht, den George und seine gleich unsterblichen Staatsbeamtender noch hie und da im Gedränge befindlichen Freiheit und Wahrheit hierin Göttingen errichtet und bisher unter lauten: Tank und Segen der Zeit-genossen (gewisslich auch der Nachwelt) mächtig gestützt haben: so lange-- aber auch nicht länger — soll der Briefwechsel oder, wie er seit Osternheifit, sollen die Staatsanzeigen ununterbrochen fortgesetzt werden". SolcheSprache war verständlich, und musste ein weithin schallendes Echo finden.Nie vielleicht hat ein Journal größeren Einflnss geübt, - und zwar einim edelsten Sinne unabhängiges Journal. Fürsten und Kabinette nahmenmehr als Notiz davon. Joseph II. und George III. schützten den Herans-geber gegen die Anfeindungen der kleinen Reichssürstcn und Prälaten,deren lichtscheues Treiben unerbittlich aufgedeckt ward, und Maria Theresiakonnte auf einen Borschlag in ihrem Staatsrathe äußern: „Was wirdSchlözer dazu sagen?" Man erhält einen Begriff von der Wichtigkeitdieser Zeitschrift, wenn man erfährt, dass der Pfarrer Waser wegen eineseinzigen Aufsatzes, den er durch Schlözer veröffentlichen ließ und dernur statistische, in Deutschland kaum verständliche Angaben über den Zür-cher Kriegsfono enthielt, zwei Monate später in Zürich hingerichtet ward.Schlözer verlieh der Geschichtschreibnng, die bisher Wenig mehr als einegeistlose Zusammenstellung von Namen, Jahreszahlen und äußerlichen That-sachen gewesen war, eine neue Gestalt, indem er politische, kulturhistorischeund staatswirthschaftliche Gesichtspunkte hineintrug, und den Blick seinerZeitgenossen von der einseitigen Überschätzung des Alterthums in die Ge-genwart zu lenken bemüht war. Freilich setzte Ernst Brandes, der seinemBater als Referent in llniversitätssachen gefolgt war, es durch, dassSchlözern im Fahre 1796 die Censursreiheit genommen ward, und die„Staatsanzeigen" mnssten eingehen, da man dem freisinnigen Professordie Herausgabe eines politischen Journals für immer verbot; aber Schlözerließ sich durch all diese Tribulationen wenig in seiner echt patriotischenGesinnung beirren. Sticht viele Männer haben bei Deutschlands Schmachund Preußens Fall den Muth gehabt, zu schreiben, wie Schlözer 1306in einem für den Druck bestimmten Briefe schrieb: „Jetzt, ungefragt ver-