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1 (1867)
Entstehung
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sich selbst ergänzten und jedes neue Element geflissentlich fern hielten; undin gleicher Abhängigkeit seufzten die studierenden Jünglinge, die sich fürden knechtischen Zwang, der auf ihnen lastete, durch einen rohen Penna-lismns schadlos zu halten suchten.

Auch die Universität Helmstädt, welche unter dem gemeinschaftlichenRektorate der kurhannövrischen und der braunschweigischen Regierung stand,war zu Ansang des achtzehnten Jahrhunderts hauptsächlich durch den Ein-fluß der theologischen Fakultät so sehr in Verfall gerathen, dass jedereinigermaßen begüterte Hannoveraner es vorzog, in Halle, Jena oder aufholländischen Universitäten seine Studien zu absolvieren. Zur Abhilfedieser Missstände empfahl der wirkliche geheime Rath in Hannover Frei-herr Gerlach Adolf von Münchhausen seinem königlichen Herrn George II.,der, obschon er auf dem englischen Throne saß, seinem Geburtslande einestete Vorliebe bewahrte, die Anlegung einer eigenen Landesuniversität inGöttingen. Die Wahl fiel auf diese ehemals reiche und mächtige Stadtdes Hansabundcs, weil dieselbe seit den Verwüstungen des dreißigjährigenKrieges völlig herabgekommen war, und einer scheinbar rettungslosen Ver-armung entgegensah. Münchhausen wollte vor Allem ein freieres, viel-seitigeres Studium, verbunden mit weltmännischer Ausbildung, befördernund brauchbare Staatsdiener heranziehen. Um das verderbliche Über-gewicht der theologischen Fakultät von vornherein zu hindern und denUnfug eines einseitigen Klickenwesens nach Möglichkeit zu erschweren, be-hielt er das Vokationsrecht ausschließlich der Regierung vor, und beriefLehrer aus allen Gegenden und von fast allen protestantischen Universi-täten. Den Professoren wurde nicht allein unbedingte Lehrfreiheit, sondernauch unbeschränkte Druckfreiheit, den Studierenden aber die Erlaubniseingeräumt, nach Belieben ihre Wohnung und die von ihnen zu hörendenKollegin zu wählen.

Der Erfolg entsprach den vortrefflichen Absichten, und die freiere Ge-staltung der deutschen Hochschulen datiert seit der Gründung der GöttingerUniversität. In ihrer ersten Periode ging von derselben hauptsächlich diereligiöse Aufklärung aus. Mosheim, der Vater der Kirchengeschichte, be-freite diese auf philologisch-historischem Wege von den Fesseln der luthe-rischen Orthodoxie und dem krankhaften Einflüsse der halleschen Pietisten;Michaelis brachte zuerst ein neues Licht in das Dunkel der jüdischen undchristlichen Geschichte, der Exegese und Dogmatil, indem er den Orient