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1 (1867)
Entstehung
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giösen Mystik zu; dmn welcher Rettungsanker blieb ihr in dem chaotischenWirrwarr, außer der Hoffnung auf die göttliche Gnade?

So verzerrte sich dem ausschweifenden Subjektivismus der Roman-tiker, gleich den Erscheinungen des menschlichen Lebens, auch das stilleWirken der Naturwelt zu einer spukhaften Fratze. Da ihre Phantasiewillkürlich schuf und zerstörte, bejahte oder verneinte, was ihr eben in denSinn kam, hatten sie jedoch andererseits keinen recht ernstlichen Glaubenan die von ihnen heraufbeschworenen Wunder und Schrecken. Wie unsinnigsie sich immer gebürdeten, wie ungeheuerliche Kapriccios sie ersannen: esblieb wenigstens bei den besseren dieser Schriftsteller immer noch ein Restder geächteten Vernunft in einem Winkel ihres Gehirns sitzen, nnd flüsterteihnen zu, dass all ihr Beginnen ein Spiel ohne innere Wahrheit, eineholde Lüge sei. Dieser Zweifel an den eigenen Knnstgebilden, dies ge-heime Bewnsstsein, schließlich denn doch als freier Herr über dem selbstgeschaf-fenen Spuk zu stehen, ist die vielberufene romantische Ironie, welche mitdem Glanben an die innere Wahrheit ihrer Phantasmagorien auch deinLeser zuletzt jede Illusion benimmt. Weil dem Dichter selbst Alles we-senloser Schein ist, gleichen auch die von ihm erfundenen Gestalten nichtmarkig lebendigen Geschöpfen, sondern weichen Thonfignren, wie ein Kindsie im Spiele knetet, um das kaum geformte Bildwerk im nächsten Augen-blick nach Laune wieder umzumodeln oder ganz zu vernichten.

Aber die hochmüthig ans sich selbst gestellte Phantasie musste sich er-schöpfen, das aller Bande der Wirklichkeit enthobene Subjekt in einernebelhaften Idealwelt bald ein unheimliches Granen vor seiner eingebildetenHerrlichkeit empfinden. Wie oben angedeutet, wies diese ganze Richtungvon vornherein auf die Flucht in eine religiöse Mystik hin, und in derThat bildet die Religion schon seit frühester Zeit ein Lieblingsthema derromantischen Schriftsteller. Anfangs freilich sind Letztere noch weit davonentfernt, in ihr etwa den festen Archimedespunkt für die ans den Angelngehobene Welt zu finden. Selbst Schleiermacher nnd Novalis, denen esam ernsthaftesten darum zu thun ist, den religiösen Sinn zu wecken, gehenkeineswegs von dem Standpunkte des dogmatischen Kirchenglanbens aus;sie trachten vielmehr eifrigst danach, ihr religiöses Gefühl mit der modernenWeltbildung nnd mit den romantischen Bestrebungen in Einklang zu brin-gen, nnd sie gelangen zu dem Resultate, dass das Wesen der Religionschlechthin Ein und Dasselbe mit dem in der neueren Poesie wiedererwachten