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1 (1867)
Entstehung
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ihm keine Rolle zuertheilt war, in das Reich des Gedankens und des Ge-müthes zurückzuziehen, und auf einem andern Felde, als dem Gebiet derbrutalen Thatsachen, seine unsterblichen Schlachten zu schlagen, oder seinemondlichtnmflimmerten Träume zu träumen. Er that Beides, er ver-senkte sich tief in den geheimnisvollen Schacht seiner inneren Welt, undholte von dort zwei Edelsteine ans Licht hervor: den reinen, klaren Berg-krystall der deutschen Philosophie, und den wunderlich schillernden Kar-funkel der deutschen Romantik. Sehen wir uns beide genauer an, undsuchen uns über ihren Werth und ihre Bedeutung zu verständigen.

Den naiven Anfangspunkt der geistigen Entfaltung der Neuzeit, derenphilosophische Seite in den ersten Decennien nnsres Jahrhunderts einenso mächtigen Aufschwung nahm und zugleich uns« Poetische Literatur soherrlich mit dem Inhalt neuer Ideen befruchtete, bezeichnet die lutherischeKirchenreform. Nach jahrhundertelangem Schlaf regte die menschliche Ver-nunft im Kampfe gegen das Papstthum zum ersten Mal siegreich ihreSchwingen; aber ihre Waffen waren noch nicht wider jede Knechtung desGeistes, sondern nur wider eine besondere Form derselben, wider den vonRom aus geübten Glaubenszwang gerichtet. Nach wie vor blieb dieBibel für alle Parteien das unangetastete und unantastbare Gotteswort;das Wort sie sollen lassen stahn!" hieß es in dem energischen, von Lutherselbst gedichteten Liede, das der Schlachtgesang der Protestanten in sovielen blutigen Religionskriegen ward. In gleichem Sinne schrieb Ulrichvon Hutten, schrieben Flemming, Gerhard, Dach, Neumark und die spä-teren Verfasser Protestantischer Kirchenlieder.

Aber die menschliche Vernunft konnte sich mit dem ihr endlich zuge-standenen Recht einer freien Auslegung der Bibel nicht auf die Dauerbegnügen; die Zeit muffte kommen, wo die Forschung in der Bibel sichzu einer Forschung über die Bibel, über ihren Werth und ihre Gültigkeitfür den Menschen der Gegenwart, über die letzten Gründe menschlicherErkenntnis, menschlichen Glaubens und Wissens erweiterte. Spinoza, dertiefe Denker, welcher schon die Offenbarung fürein Produkt der Ein-bildungskraft Solcher," erklärte,die im begrifflichen Denken über höhereWahrheiten nicht geübt sind", Voltaire und die englischen Deisten, Leibnitzund Wolf waren die ersten vermittelnden llbergangsglieder des philoso-phischen Befreiungsprocesses der Menschheit. Die vereinzelten Lichtstrahlenall' dieser verschiedenen Denksvsteme fasste Lessing, der große Toleranz-