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1 (1867)
Entstehung
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ein Ende, sobald man sähe, wie sie in Wuth gerathen, wie sie sich untereinander würgen, wie Notre-Dame-de-Paris verzweiflungsvoll ihre beidenSteinarme gen Himmel erhebt, und plötzlich ein Schwert ergreift, unddem größten aller Dome das Haupt vom Rumpfe herunterschlägt. Abernein, ihr könnt euch auch dann von den Hauptpersonen des Nibelungen-liedes keinen Begriff inachen; kein Thurm ist so hoch und kein Stein istso hart wie der grimme Hagen und die rachgierige Chriemhilde". ^2)

Mit all' den oben genannten Männern, deren Vorträge er besuchte,stand H. Heine auch im Privatleben in anregendem, mehr oder minderhäusigem Verkehre. Arndt wohnte schon damals in seiner hübschen Villaam Rhein vor dem Koblenzer Thore, mit der herrlichen Aussicht auf Go-desberg und das Siebeugebirge, und. empfing in seiner gastlichen Behausungmit schlichtem, biederein Wort die studierenden Jünglinge, welche ihm ihrenBesuch machten und keiner besondern Empfehlung bedurften, um Zutrittzu seinen kleinen Abendgesellschaften zu finden, in denen ein durchauszwangloser Ton herrschte. Mit Hundeshagen, dessen Beschreibung desGelnhauser Palastes Kaiser Friedrich's I. Viel dazu beigetragen hatte, dasStudium der mittelalterlichen Architektur zu befördern, unternahm Heinemanchen interessanten Ausflug in die Umgegend, wobei jener gelehrteKenner der Kunstgeschichte nicht verfehlte, seinen jungen Freund auf allebemerkenswcrthen Baudenkmäler des Rheinlandes aufmerksam zu machen,und vor seinem geistigen Auge die Prachthallen der Abtei von Heisterbachaus 'den verfallenen Ruinen erstehen hieß, oder ihm ein andermal an demMünster von Bonn oder der kleinen Kirche zu Schwarzrheindorf die eigen-thümlichcn Schönheiten des romanischen Centralbaus aufzeigte. Auch mitHüllmann, dem scharfsichtigen Historiker, der aus vergilbten Chroniken undPergamenten in selbständiger Forschung die Staats- und Kulturgeschichtedes Altcrthums zusammentrug, und mit Dessen sprachkundigem Kollegen,dem erblindeten Radlof, führte Heine manches geistvolle Gespräch, das ihmeinen tieferen Einblick in die Welt der germanischen Vorzeit verschaffte.

Vor Allem war es jedoch A. W. von Schlegel, dessen Vorträge,Schriften und persönlicher Umgang einen bestimmenden Einfluss auf ihnübten. Obwohl der elegante Professor in seinem, mit verschwenderischemLuxus ausgestatteten Hause sonst nur die vornehm gewählteste Gesellschaftsah, und zu seinen Soirsen höchstens bisweilen solche Studenten heranzog,welche als stimmbegabte Sänger an den zur Unterhaltung der Gäste ver-