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1 (1867)
Entstehung
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lustigen Leben am weinbergüberschatteten Strome; Letzterer vertiefte sichschon damals in die Schätze der altdeutschen Literatur, und gab als ersteFrucht seiner Forschungen 1821 die Bonner Fragmente des Otfried heraus.

Von all' diesen Jünglingen, welche 1813 und 1320 gemeinsam dieBonner Hochschule besuchten und sich später auf so verschiedenartigen Ge-bieten Ruf und Namen erwarben, waren es iudess nur Simrock und Dieffen-bach, mit denen Heine in näherem Verkehre stand. Im Übrigen beschränktesich sein Umgang meist auf unbedeutendere Geister, wie Johann BaptistRousseau, den unermüdlichen Verseschmied, welcher seinen Freund damalsin wortschwallreichen Sonetten verherrlichte, und die Westfalen Chri-stian Sethe und Friedrich Steimnann. Letzterer hatte in Düsseldorf dieunteren Gymnasialklassen besucht, während Heine schon in einer höherenKlasse war, und traf ihn jetzt unerwartet in Bonn wieder. Am Tagenach seiner Ankunft fand er ihn mit mehren Studenten am Rheinuferstehn, Fischern im Kahne zuschauend, und hörte den ersten Witz, den Heineriss, indem er seiner Umgebung zuraunte:Nehmt euch in Acht, dass ihrnicht ins Wasser fallt! man fängt hier Stockfische." Dabei reckten sichseine Mundwinkel scharf auseinander, und verkündeten, dass er einst schrei-ben würde, wie er heute sprach ").

Der Verkehr Heine's mit Simrock, Rousseau, Steinmann und Neun-zig zog seine geistige Nahrung hauptsächlich aus dem lebhaften Interessefür Kunst und Poesie, das ihnen gemeinsam war. Zille Fünf versuchtensich eifrig in Poetischer Produktion; sie lasen einander gegenseitig ihre neue-sten Lieder und Tragödien vor, und tauschten ihr Urtheil über den Werthderselben aus. Die Briefe Heine's an Steinmann und Jmmermannbeweisen, ein wie scharfer und redlicher Kritiker der Erstere nicht allein gegensich selbst, sondern auch gegen seine poetisierenden Freunde war.Strengsei gegen dich selbst!" ist die unablässige Mahnung, welche er ihnen zu-ruft, und für deren Befolgung er ihnen durch die gewissenhafte Sorgfaltin der Ausarbeitung auch des kleinsten seiner Lieder ein treffliches Beispielgiebt. Es war ihm heiliger Ernst mit der Kunst, und Nichts verstimmteihn mehr, als wenn der Besuch eines Freundes ihn just zu der Zeit über-raschte, wo er mit einer poetischen Arbeit beschäftigt war. Um solchenStörungen zu entgehen, riegelte er sich oftmals in seinem Zimmerein, und ließ sich durch Niemand unterbrechen, bis er seine Arbeit beendethatte.

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