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ernsthaftesten Bemühungen nicht fehlen, sich die Zuneigung der seiner Ob-hut anvertrauten Bevölkerung zu erwerben. Er suchte zunächst demNoth-stande derselben durch Getreide - Zufuhren abzuhelfen, die er vom linkenRheinnfer in beträchtlicher Menge herbeischaffen ließ. Auch während seinerbald darauf erfolgten Entfernung vergaß er nicht seiner neuen Pflichten.Eine von ihm nach Paris berufene Deputation des Handelsstandes ausbeiden Herzogthümern muffte ihm ihre Wünsche und Ansichten vortragen,wie Handel und Fabrikwefen des Landes noch mehr zu heben sei. Selbstals er sich in Polen befand, erwirkte er beim Kaiser den Elberfeldern wohl-tätige Handelsbcgünstigungen, und erließ aus Warschau eine umständlicheVerfügung, welche den Pensionsstand der Staatsdiener, ihrer Wittwenund Kinder in feststehender Weise ordnete. Obfchon fein Minister Agar,den er persönlich besonders schätzte, ein Franzose war, zeigte Joachim sich imÜbrigen einer Besetzung der Beamtenstellcn durch Franzofen höchst abge-neigt, und als er im Jahre 1807 einige französische Militärs beim Kon-tingent anstellte, richtete er an sie die ausdrückliche Mahnung, feiner WahlEhre zu machen, und nie zu vergessen, dass sie fortan nicht mehr in fran-zösischen, sondern in deutschen Diensten ständen, bei einem Fürsten, der einMitglied des Rheinbundes sei. Selbst dem Kaiser gegenüber sprach er inBetreff seiner Nnterthanen nicht selten ähnliche Grundsätze ans, und suchtesie in Opposition gegen Dessen Willen geltend zn machen.
Während solchergestalt das Großherzogthum, besonders in Bezugans Handel und Fabriken mittelst der nachbarlichen Verbindung mit Frank-reich, durch die neue Regierung mancherlei Vorthcile erhielt, und gleichfallsin Verwaltung und Justiz mehr als Eine nützliche Einrichtung ins Lebentrat, lastete dagegen von nun an die französische Militär-Konskription mitschwerem Druck auf dem Lande, und eine verfehlte Finanzoperation — diePrägung des bergischen Groschens,— sowie die Einführung einer hohenFamiliensteuer gereichten der Bevölkerung zu großem Schaden. Doch suchteder neue Regent seinen Nnterthanen auch in Betreff der verhassten Mili-tär-Konskription billige Erleichterungen zu verschaffen, indem er z. B. denBezirk Elberfeld in Berücksichtigung seines großen Bedarfs an Fabrikarbei-tern gänzlich von derselben befreite. Mit aufrichtigem Bedauern vernahmdaher das Land im Sommer des Jahres 1308 die Kunde, dass JoachimMurat, zum Könige von Neapel avanciert, das Herzogthum Berg wiederan Napoleon abgetreten habe, der es am 3. März des folgenden Jahres