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ters in dem mühsamen Kampfe um die Subsistenzmittel der Familie auf-ging, fiel der Mutter fast ausschließlich die Sorge für die Erziehung derKinder zu. Sie entledigte sich dieser Pflicht in der tüchtigsten Weise,und ließ es, bei aller Milde und Freundlichkeit, vorkommenden Falls auchan der nöthigen Strenge nicht fehlen. Die innige Liebe, welche dieKinder ihr bis ins späte Alter bewahrten, legt das schönste Zeugnis dafürab, dass sie es verstanden hat, nicht bloß die treue Pflegerin ihrer Kind-heit, sondern, was mehr ist, auch die Theilnehmerin ihres geistigen Lebensund die einsichtsvolle Freundin ihrer reiferen Fahre zu sein.
Bevor wir indess mit Hilfe der spärlichen uns zu Gebot stehendenNotizen ein Bild von der Knabcnzeit des Dichters zu gewinnen suchen,wird es geboten sein, einen Blick auf die Zeitverhältnisse zu Wersen, unterdenen sein junger Geist sich entfaltete. Die politische Konstellation bei.der Geburt eines Schriftstellers ist in keinem Falle bedeutungslos, undjedenfalls wichtiger, als die einst so sorgfältig beachtete Stellung der himm-lischen Gestirne, die ihm bei seinem Eintritt ins Leben leuchteten. Istdiese Wahrheit heut zu Tag schon im Allgemeinen anerkannt, so gilt siewohl ganz vorzüglich bei einem Dichter, der in jeder Zeile, die er schrieb,von den Ideen seines Jahrhunderts erfüllt war, und uns in seinen Werkenvor Allein ein treues Spiegelbild seiner Zeit hinterlassen hat.
H. Heinc's erste Fugend fällt in die Fahre der tiefsten Schmachund der trübsten politischen Erniedrigung seines Vaterlandes. Selbst dermännlichste, hoffnungsfreudigste Dichter unseres Volkes hatte den An-bruch des neuen Fahrhunderts mit einer Klage der bittersten Verzweiflungbegrüßt: überall sah er das Band der Länder gehoben, die alten Formeneinstürzen, nirgends dem Frieden und der Freiheit sich einen Zufluchtsortöffnen, und es blieb ihm nur der zweideutige Trost, aus der rauhen Wirk-lichkeit in die Welt des Ideals, in „des Herzens stille Räume" zu flüchten,die von der Erde verbannte Freiheit in das Lustreich der Träume hin-über zu retten.
In der That herrschten damals überall in Europa, zumal in Deutsch-land, Zustände chaotischer Verwirrung. Die Freiheits- und Gleichheits-ideen der französischen Revolution waren als befruchtender Gährungsstoffin die dumpfe Stagnation des politischen Lebens gefallen; tief auf demGrunde begann sich's in den schläfrigen Massen langsam zu regen, aberes war noch eine dumpfe, unklare Aufregung der Gemüther, ohne festes