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ckend heiß und ich ganz ungewöhnlich empfindlich. Außerdemist dieses der Sterbetag meines Vaters, an dem ich mich ge-meiniglich einschließe. Nichts in der Weit konnte mir meinerEmpfindung mebr correspondiren, als ein solches Wetter. Alses einmal so tief donnerte, daß ich dachte, es wäre unter mir,so kann ich wohl sagen, babe ich niemals meine Nichtigkeitmehr gefühlt, als in dem Augenblick. Wahrhaftig es kamenmir Thränen in die Augen bloß der Bewunderung und derinnigsten Andacht. Es kann nichts Größeres und Majestäti-scheres sein. Ich weiß nicht, ich befinde mich jetzt ungewöhn-lich leicht, es ist mir, als ob ich eine große Schuld abgetragenhätte und als wenn sich der Geist meines Vaters freute, daßich an seinem Sterbetage eine so ungeheuchelte Betstunde ge-halten habe. Nun ists heraus, und ich gehe nun wieder dengewöhnlichen Schritt.
Das Wetter ging zum Glück geschwind, der nächste Schlagwar 3 Secunden, konnte also wohl hier eingeschlagen haben.Die Straße war eine Leine. Die Schweine sahen so rein aus
wie Menschen und die Menschen wie Schweine
Ich hätte Ihnen noch tausend Dinge zu sagen, allein Hr. S.muß noch einen Brief haben, und die Zeit ist fast vorbei. DasGewitter entfernt sich, und die Mamsellen treten vertical an dieFenster. — Vom Nebel nächstens, nebelhaft.
Güttingen, den 8. Sept. 1783.
Äu Ihrem Verluste, mein lieber Freund, nehme ich denherzlichsten Antheil. Ich habe ebenfalls eine vortreffliche Mul-
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