Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
126
Einzelbild herunterladen
 

126

An Rambcrg').

I.

Göttingen, dm 23, Novemb. 1776,

ich gleich nichts weniger als wohl bin, so kann ich dochdie Bezeigung meines Dankes und meiner Freude über dievortrefflichen Zeichnungen Ihres kleinen Zeichenmcisters ") un-möglich dem Hrn. Geheimd. Secretair übertragen. Sie findüber alle Erwartung schön. Es haben sie schon viele Personen,und darunter Kenner, bei mir gesehen. Wenn ich ihnen sage,sie seien von einem berühmten italienischen Meister, so wendensie Nichts dagegen ein, als daß sie noch so frisch aussähen, al-lein die, denen ich sage, daß sie von einem 13jährigen jungenDeutschen wären, glauben mir gar nicht.

Ich wünsche Ihnen statt alles Dankes von ganzer SeeleGlück zu einem so vortrefflichen Kinde und bitte mich dero FrauLiebsten und dem jungen Künstler gehorsamst zu empfehlen,der ich rc.

2.

Göttingen, den 23sten Ott. 1777.

i^)er Beifall, den Ew. Wohlgebor, meiner geringen Arbeitschenken, hat mir ein ungemeines Vergnügen verursacht, ob ichgleich weiß, daß denkende Köpfe, die dabei so viel Güte besitzen

"> Namberg, Kriegssecretair, später Hofrath in Hannover, geb.zu Fallersleben 1733; gest. 1820.

"> RambergS Sohn, Johann Heinrich, der später berühmt ge-wordene Zeichner und Maler; geb. 1763, gest. 181S.