Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
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Göttingen, den 29. März 17LZ.

Mein lieber Vetter!

^ie Nachricht von Deiner künftigen Verbindung mit einem sovortrefflichem Frauenzimmer als Mamsell Küster, ist für micheine der angenehmsten gewesen, die ich während meiner Äbwe-senheit von meinem Vaterland erhalten habe. Wie glücklichwürde ich mich schätzen, liebster Vetter, wenn ich einmal DeinGlück sehen und alle die verrhruugSwürdigeu Personen sprechenkönnte, mit denen nunmehr Deine glückliche Wahl auch mich inVerbindung gesetzt hat. Da nun dieses so bald noch nicht, oderleider! vcrmuthlich nie geschehen wird, so muß ich bitten, michihnen allen recht herzlich zu empfehlen, und vorzüglich DeinerMamsell Braut, und ihnen in meinem Namen die Freude zubezeugen, die mir dieser glückliche Vorfall gemacht bat.

Meine Gesnndheitsumstände sind bisher nicht die besten ge-wesen, und ich fürchte, wenn es so fortgeht, so werde ich unsrerFamilie wohl ein Geschenk mit Etwas mächen, das sie bishernoch nicht gehabt hat, nämlich mit dem Podagra. Sobald ichder Sache gewiß bin, so denke ich mich adeln zu lassen, denn

') Ein Sohn des Amtmannnes Lichtenberg war der im JahretgtS verstorbene Großher-,vgl. hessische StaatSministcr, in den 80er undWer Jahren des vorigen Jahrhunderts noch bürgerlichen Standes alsGeh. Archivar und Geh. Sccrctair in Darmstadt lebend.

An ihn sind diese Briefe gerichtet, wovon einige der crsicrcn schonin der kölnischen Zeitung vom Zossen und Ztsten August 18kZ sich mit-gctbcilt finden.