Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
321
Einzelbild herunterladen
 

321

Vergeben Sie mir, theuerster Herr Vetter, diese Zudring-lichkeit, Sie können nicht glauben, wie viel Beruhigung ichbei diesem Antrage gefunden habe. Ich möchte Sie und Ihrvortreffliches Kind jetzt umarmen können, um Ihnen die Ge-fühle zu bezeugen, die ich nicht auszudrücken vermag.

Grüßen Sie die lieben Kleinen recht herzlich von mir.

Nachschrift.

Mit der fahrenden Post Werden Sie endlich die Kalendererhallen, die ich meiner !. Jungfer Baase in meinem Namenzu überreichen bitte. Nie in meinem Leben ist es mir nochso mit Kalendern gegangen. Als ich welche forderte, freilich et-was später als sonst, sagte mir Dieterich, sie wären alle fort.Zum Glück erhielt er einige von Lüneburg wieder zurück, unddiese setzen mich in den Stand mein Versprechen noch zu erfül-len. Es soll nie wieder so gehen. Der gute Dieterich glaubtewirklich, ich wäre versorgt. Zugleich habe ich 2 Exemplarevon einem sehr interessanten Programm des Hrn. Hofr. Heyneso wie auch vom lat. Lesekatalogus beigelegt, von deren jedemich ein Exemplar unserm vortrefflichen Klüber nebst meiner Em-pfehlung einzuhändigen bitte. Was es mir für Freude macht,zwei solche Verwandte in Erlangen zu haben! Ich bin stolzauf sie.

Diesen Brief gebe ich auf die reitende Post, um seinenGang durch die Kalender nicht zu erschweren, so kann doch we-nigstens der Brief früh ankommen, aber die Kalender kämenimmer zu spät. Leben Sie recht wohl.

N

Z

Vkl