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2 (1867)
Entstehung
Seite
315
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tete man ehemals die Ochsen so, daß man ihren Kopf an dieErde zog, hierauf stieß ihnen der Metzger ein kleines Messer indas Genick, in dem Augenblick fiel das Thier zur Erde undrührte sich nicht mehr. Freilich sing er, sobald ihm nachher diegroßen Arterien am Halse durchschnitten wurden, sehr an zuzappeln. Ich glaube aber gewiß, wenn man das Thier so ge-lassen hätte, so wäre es ohne alle Bewegung gestorben. BeimKöpfen geschieht nun freilich Beides zugleich. Oder ist die Be-täubung des Thierrs bloß scheinbar und besteht etwa bloß ineiner Lähmung der Glieder bei übrigens bleibendem Bewußt-fein? Ich fürchte fast, es ist so was. Ich erinnere mich inPitavals csuses celöbrvs gelesen zu haben, daß ein junger Ge-lehrter, dessen Namen ich vergessen habe, der sich bei der Ent-hauptung die Augen nicht wollte verbinden lassen, als derKopf abflog, sich ganz frei umgesehen und dabei die untereKinnlade so stark bewegt habe, daß der Kopf darüber zu rollenansing. Hat er wohl seinen Rumpf gesehen und erkannt?oder hat er noch den Rumpf gefühlt?

Es freut mich sehr, daß das Tractätchen über die Augen'>so vielen Beifall erhält und es Nutzen stiftet. Ich wünschteaber jetzt Nichts hinzuzusetzen, wenigstens Nichts, was Sie, theu-erster Freund, nicht unendlich viel besser konnten. Ich glaubeaber, es wird am besten sein, wenn es nicht zu gelehrt undauch nicht zu weitläuftig wird, auch nicht viel theuerer.

Wenn Sie meinen lieben dicken Freund Barrentrapp sehen,so danken Sie ihm in meinem Namen für sein genealogischesHandbuch recht herzlich, und sobald der herzliche Dank von ihmangenommen ist, so gehen Sie allmälig zu einem Verweis über,

^ Band V. S. Säv ff. Sömmerr. Leben a. a. O. S. 1KS.

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