Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
299
Einzelbild herunterladen
 

",^5'

Anfangsgründe der Optik inne habe, als mir noch zum Glückeinfiel zu fragen: wie groß ihm dann der Vollmond am Hori-zont vorkomme? Hierauf antwortete er: etwa 3 mal so groß.Hier war der Widerspruch zu entsetzlich, um ihm nicht selbsteinzuleuchten, er sagte also: er nehme aber den Mond auchnicht so ganz nahe am Horizont, sondern wenn er schon etwashoch (sehr präcis ausgedrückt! ! !) wäre. Also der gute F.wußte noch nicht, daß von zwei ganz gescheidten Leuten, diedurch denselben Tubum sehen, der eine den Jupiter so großwie einen Rockknopf, der andere wie den Vollmond sieht, unddaß oft der Geübteste, wenn er ein Jnfusionsthierchen durchein Mikroskop, das den Durchmesser Ivllmal vergrößert, be-trachtet, und dann durch eine 2v0malige Vergrößerung sichgar nicht überreden kann, daß das Thier ihm nur noch ein-mal so groß schiene. Der optische Betrug besteht eben darin,daß er das Bild des Thiers auf eine andere Ebene versetzt. Erkonnte nicht leugnen, daß er den Mond oder den Saturn, ichvergesse was es war, (ich glaube Saturn) sehr deutlichdurch das Herschelsche Teleskop gesehen habe. Allein gradedas war die stärkere Vergrößerung, er nannte es aber bloßDeutlichkeit, weil er sich die Ebene vorrückte, auf der er eszu sehen glaubte. Ferner hatte er einen Plan, den er, so-bald er wieder ein Observatorium zu dirigiren bekäme, aus-führen wollte, und das war nichts Geringeres als den Mauer-quadranten an einen Stein zu befestigen, den man vermittelsteines Flaschenzugs aufziehen und hernach drehen könne, damitman den Quadranten auch gegen Norden gebrauchen könnte.Ich kann mir wirklich nichts Abscheulicheres gedenken. Beden-ken Sie nun einmal selbst, was soll man mit einem Men-schen ansangen, der so Etwas nicht allein für einen großen

1

/