Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
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Es mochte etwa k Uhr sein des Abends, als uns Helgo-land zu Gesicht kam, und ehe es in der Dämmerung ver-schwand , sah es gegen den rothen Himmel dunkelblau aus.So wie es dunkel wurde, besuchte uns unser Südwind wie-der, und wir wurden ziemlich schnell nach der Insel getrieben,vor welcher wir des Nachts zwischen 11 und 12 die Anker fal-len ließen. Eine halbe Meile etwa von der Insel liegt eineTonne, die Vorbeifahrenden wegen eines Felsens zu warnen,der gerade bei ihr liegt. Ew. Wohlgebvr. werden es ohnemein Erinnern glauben, daß wir Alle unsere Aufmerksamkeitverwandten, sie im Dunkeln zu entdecken, zumal da uns unserLootse noch am Tage erzählt hatte, daß vor nicht gar langerZeit ein Schiff dabei zu Grunde gegangen wäre. Passagiereund Matrosen legten sich über das Vorderiheil des Schiffs hin-unter und sahen darnach. Ich stand hinter ihnen und sahihnen über die Köpfe weg und halte das Glück sie zuerst zusehen, und rief laut: hier ist die Tonne! Der Steuer-mann, der sie gleich darauf auch sah, machte eine geringeWendung, und wir strichen vorbei, daß es eine Lust war anzu-sehen. Was mir diese Nacht vorzüglich merkwürdig machte,war das Leuchten des Seewassers, das ich noch nie gesehenhatte. Es waren nicht etwa einzelne Funken oder schnell vor-übergehende schwache Blitze, sondern der Schaum der Wellenschien völlig zu glühen, welches, da dieser Wellen unzähligviele waren, ein Feuerwerk vorstellte, das Wohl so gut warals dasjenige, welches die Artilleristen zu Hannover abbrennenwerden, wenigstens war es für mich angenehmer, so sehr ichauch sonst Feuerwerke liebe, und ich kenne den Geschmack vonEw. Wohlgebvr. und dem ganzen Kleeblatt so gut, daß ichwohl sicher behaupten darf, sie würden gegen mein Feuerwerk