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uns der Wind entgegen, so daß wir bis in die See lavi-ren mußten; hier war er es auch, allein da er bisher unsnur zu necken geschienen, so schritt er nun zu wahren Tät-lichkeiten; er blies so heftig gerade von Helgoland her, daß un-ser Lootse, den wir vorher weislich in Cuxhaven eingenommenhatten, zu unserm Schiffer sagte: Hört Schipper, wirkommen hier nicht weg, und ich fürchte, daß wirdie Nacht eine stiefe Kohle bekommen. Wir befandenuns in der That auch an einer Stelle, wo sehr viele Schiffeverunglücken, wir wendeten also gerade um und segelten vordem Winde nach dem neuen Werk, wo wir die Anker fallenließen und zwei Nächte und einen Tag zubrachten. Der Auf-enthalt auf dieser Rhede ist vorzüglich merkwürdig, denn beider Ebbe gingen wir auf halbe Meilen um unser Schiff spazie-ren, schössen Lerchen, Becassinen, fingen Krebse mit den Hän-den, lasen Muscheln für die Küche und die Cabinette, und beider Fluth fuhren wir in unserer Chaluppe spazieren. Am Endeder zweiten Nacht stellte sich ein angenehmer Südwind mit derEbbe ein, der uns in kurzer Zeit wieder ersetzte, was wir vor-her verloren hatten. In der See übersiel uns eine Stille beieinem so angenehmen Himmel, daß wir, die wir bei unsererReise nichts mit Procenten zu thun hatten, einmüthig diesenTag für den angenehmsten auf unserer ganzen Reise halten.Die See war durchaus perlenfarbig, glatt wie ein Spiegel, undgegen Westen unter der Sonne schien sie zu brennen; dieTümmlers und Seehunde begleiteten unser Schiff und wurdenfür diese Ehre zuweilen mit einer Kugel begrüßt; wir bekamenallerlei besondere Gestalten von Thieren zu sehen, und überallstanden die kleinen Krebse (Granaten) in Haufen, wie die Mü-cken in der Luft, und sonnten sich.
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