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2 (1867)
Entstehung
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ich muß aufhören, sonst sagen Sie mir wohl gar: Freilich vorallen Dingen muß erst der Kopf geheilt werden. Nunauf Ihren lieben Brief, freilich etwas kurz, weil mir dasSchreiben äußerst beschwerlich ist, zumal heute, da ich 3 volleTage gelegen habe.

Eine Revolution in meiner Meinung über die Blitzableite-rn ist eigentlich nicht vorgegangen, obgleich es Manchem, dermir nicht aufmerksam zugehört, oder die Sache vorher nichtganz gefaßt hatte, so geschienen haben mag. Es ist eigentlichnur deutliche EntWickelung und decisiveres Geständniß dessen,was ich schon immer als Zweifel dem gewöhnlichen Wortragemit eingemischt hatte. Ich hätte auch wirklich schon längstetwas im hiesigen Taschenkalender davon gesagt, aber davon hatmich Ihr Opus postliumuiu ") abgehalten, in welchem Siewirklich das Hauptsächlichste schon sagen. Was ich etwa nochzu sagen habe ist dieses: Wir wissen von der Natur des Bli-tzes nur folgende beiden Sätze mit Gewißheit: l) Er ist et-was Elektrisches; 2) wenn er eine ununterbrochene StreckeMetall antrifft, so folgt er ihr, leitet man also diese nach derErde, so geht er auch dahin. Dieses sind Sätze, die keinenZweifel leiden, alles Andere sind Hypothesen, oder nickt ganzerlaubte Schlüsse aus unseren louäros üo packe auf den Wet-terstrahl des Jupiter. Die Entstehung des Blitzes ist uns nochsehr unbekannt, so wie überhaupt die ganze Entstehung derLuftelektricität. Vermuthlich ist sie chemisch, und da kann esGradationen geben (hier ein Beispiel vom Schießpulvcr zu wäh-

Opus xostkumnm nennt der Verfasser scherzhast ein Schreibenvon Reimarus, welches in einem zu Frankfurt, 1790, gedruckten Bleri-chen, als von dem gewesenen Oocr. incä. I. A. H. Reimarus be-kannt gemacht war.