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15.
(Böttingen, den 2Icn Juni 1787.
IAas mir Ihr letzter Brief für Freude gemacht bat ist unbe-schreiblich. — Doch noch ein Wörtchen voraus:
Der Überbringer dieses Briefs ist Hr. Pfaff auS Stutt-gart, mein Freund, ein vortrefflicher Kopf und zwar ein ma-thematischer, der voriges Jahr den Preis für Studirende immathematischen Fach, im eigentlichen Verstand mit Sturm eroberthat, denn er hat viel mehr geleistet, als erwartet oder verlangtworden. Sie, bester Mann, und den Obristlicut. v. Tempel-boff zu sehen, und La Grange, wenn es noch möglich, ziebtihn nach Berlin. Nehmen Sie aber ja meine Empfehlung die-ses vortrefflichen Menschen nickt in dem Verstand, als wenn eroder ich Bemühungen von Ihnen erwarteten, die Sie um Ihreedle Zeit bringen könnten. Kr wünscht Sie bloß zu sehen undzu sprechen, und dieses Verlangen müssen Sie, mein Bester,wenn Sie auch nur den Lüsten Theil Ihres Werths kennen,jedem vernünftigen Deutschen zu gut halten.
O Ihr Brief, für den kann ich Ihnen nie genug danken. IhreLaune hat sich mir nach Maaßgabe meiner Reeeptibilität mit-gctheilt, und ich habe, in Wahrheit, an dem Tage mehr inmein Hausbuch zu künftigem Gebrauch eingetragen, als sonstin 14. Die kleinste Veranlassung machte mich schreiben, sosehr lächelte mich Alles an.
Mir Vergnügen und zwar mit dem herzlichsten pränume-rire ich auf Ihre beiden Postillen. Zeigen Sie mir nur an,wie oder wo? Da will ich einmal recht lesen. Soll ich dasGeld an Dietench bezahlen, oder was soll ich thun?
Zuweilen rhue ich auch Etwas für Toleranz; bei dem neu-