Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
76
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Lust neben den Röbren herzudringe. Hat er dieses etwa stun-denlang gut ausgehallen, so ist die Sache allerdings einer Be-kanntmachung werrh, und ich werde dabei so viel thun, als nurin meinem Vermögen steht.

Den Verfasser der Chronik von Tatojaba') kenne ich nicht,habe ihn auch aller Bemühungen ungeachtet nicht erfahren können.Ein großer Literator, dem ich sie eben zuschrieb, meldet mir, daßer sich sehr bemüht habe es zu erfahren, aber vergeblich, indessensei wohl so viel gewiß, daß es kein Verfasser mehrerer Schriftensei. Woher er dieses weiß, ohne sonst Etwas zu wissen, mager verantworten. Allein den vortrefflichen, leider zu früh ver-storbenen Verfasser von Nettch en Ro senfarb kannte ich per-sönlich, und habe einige Abende mit ihm an Dieterichs Tischzugebracht. Er hieß Gallisch, war eines Apothekers Sohn mLeipzig, der, wo ich nicht irre, Professor daselbst wurde, einvortrefflicher Kopf, dessen Abhandlung über die dephlogistisirteSalpeiersäure mir ihn verehrungswürdig gemacht hat. SeinNettchen habe ich nicht gelesen, denn ich lese keine deutschenRomane, die von einem gewissen Herrn Müller ausgenommen,den ich auch bei Dieterich habe kennen lernen, und von demich Ihnen noch Etwas vor Ende des Briefes sagen werde.Doch warum nicht gleich? Es ist ein etwas langer Mann,mehr hager als fett, hat um die Lippen und das gesunde Zahn-werk sehr viel Ähnlichkeit mit Gölhe, den Sie, wenigstens demStamm nach, kennen werden. Er besitzt ungemein viel Beobach-tungsgeist, und die große Gabe, seine gemachten Erfahrungenin der Welt nach einer unlehrbaren Analyse des Genies auch

') Kleine Chronik des Königreichs Tatojaba, von Wicland demAltern. Franks, und Leipzig, 1777.