Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
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seine Vortheile bat. Dafür wurden, ohne Canapce, 6 Lonisd'orund mit dem Canapee, 7 gefordert. Ich habe sie mit dem letz-tern gemietbct. Es haben allzeit Leute aus den ersten Familiendarin gewobnt. Nun noch eine Bitte, sage doch dem jungenHerrn, daß er sich mit keinem Perrüquier einläßt, sondern un-fern guten treuen Voigt annimmt, der sich Deiner noch immerMit Vergnügen erinnert und au Deinem Glucke Antheil genom-men hat. Wäre es denn gar nicht möglich, diesesmal eine La-dung Trauben und mürber Wecken bieher zu bringen? Ich babeeinen beschnittenen Lesekatalogus beigelegt, den vielleicht Hr.Walser gerne sehen wollen wird. Daß die Eollegia nicht andem Tage anfangen, der auf dem Titel steht, sondern, 10, 14Tage später, wirst Du ihm erklären.

Nach Michaelis Tode wurde mir die Stelle in der Facul-tät angetragen, ich babe sie aber ausgeschlagen. Das war inmeinem ganzen Leben meine Sache nicht, und ist es jetzt nochviel weniger. Dieses Ausschlagen ist aber nicht unerhört, ichhabe darin einen Vorgänger an Schlözern gehabt.

24.

Güttingen, dm 29, Novemb. 1791.

Die Nachricht von dem Tode der Frau Cammerräthin babe ichmit großer Rührung vernommen, und das Bild dieser vortreff-lichen Frau hat mich in diesen traurigen Novembernächten stun-denlang unaufhörlich beschäftigt. Ich habe sie noch als eineschöne Frau gekannt, da sie wie eine Charitas säugend unterihren Kleinen saß, die zum Theil wenigstens ihre Hoffnungennicht erfüllt haben. Was ist denn aus den Buben geworden?