Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen
 

41

Du meine mühsamen Aufträge so promt ausgerichtet hast. Ichwürde es längst gethan haben, wenn ich nicht die Zeit, da ichschreiben kann und darf, auf den fürchterlichen Rückstand, worinich durch meine hartnäckige Krankheit gerathen bin, verwendenmühte. Es sind tausend Dinge nachzuholen, und so viel esmöglich ist, gut zu machen. Gottlob, daß sich die Kräfte dazuwieder einstellen, denn die Wahrheit zu sagen, so bin ich in 2Jahren nickt so wohl gewesen, als ich seit l4 Tagen bin. Ickübe mick jetzt sogar schon wieder im Käseessen, wovon sonst einQuentchen mir Herzklopfen verursachte, daß ich glaubte, der jüng-ste Tag wäre vor der Thür. Es wird ja endlich wieder gm ge-hen. Für den schönen Drell danke ich Dir, (das gebildete Zeugsagt man, glaube ick, draußen, bei Euck am Ende der Welt).Das Andenken an meine liebe Mutter, und verlorne Geschwisterhat mir dabei Thräncn ausgepreßt. Ich werde es als ein Hei-' - M ligihum ausbewahren.

"itttstk Hr. Geb. T. R. Höpfner und Hr. Eons. Rath Wenck em-

l>'!, M pfiehl mich recht herzlich. Was es mir leid thut, daß ich diese

üim, A! Herrn, und zumal Letzlern, so wenig habe sprechen können! Du

üriihit kannst ihnen sagen, daß die 3 benettischen Elektrometer in Zeit

4 bis 5 Tagen von hier abgehen werden. Ich kann Dir nichtsagen, wie sehr mir Wenck gefallen hat, das wäre ganz meinUmgang. Ich habe dieses auch meinem Bruder declarirt. Esdenken auch andre Leute hier so von ibm.

Deinen Brief habe ich in dieser halben Stunde erst erhal-ten, und weil heute die Post wieder abgeht, so schreibe ich Dirnur noch, wie ich die Commission ausgerichtet babe. Für Hr.Walser habe ich eine sehr schöne Stube bei Flesschmanns ausdem Markt neben Backhaus, also in der schönsten Lage gemie-thet, sie hat zwar nur einen Alkoven, welches aber im Winter