Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
Seite
40
Einzelbild herunterladen
 

40

geringstcn Anstrengung gcrathe ich in Schweiß, und sehr böseDiarrhöen verlassen mich kaum. Ich übersende Dir, DeinerFrau Liebsten, und wenn Du es für gut findest, der MamsellLichtenberg ein paar Kalender. Bei dem blauen Musenalma-nach habe ich zwei Louisd'or für den guten Andres gesteckt, dieDu ihm nach Gutbcfinden auf einmal oder nach und nach gebenkannst. Sage ihm nur, daß ich ihn gewiß nicht vergessen würde,nur schreiben kann ich nicht, ich habe kaum Geduld, die Federzum Allernöthigsten zu führen. Sorge doch für den besten tür-kischen Waizen für mich, so bald als möglich, und gib mirAuskunft über die Pflanzungszeit. Deine Auslagen stehen allein meinem Buche und sollen gewiß mit Interessen vergütet wer-den. Bester Herzensfreund, verliere nur den Muth nichtbei Deinem großen Verdruß. Gott weiß wie oft ich an Dichgedenke, und gewiß bat diese entsetzliche Geschichte viel zu mei-nem Rückfall beigetragen, zumal kann ich des Nachts fast nichtfertig damit werden. Meine Prätension an Eibschart war Miß-verständnis- von meinem Bruder. Ich verlange nichts, machemit meinem Anthcil, wenn man so was so nennen kann, wasDu willst; ich verlange schlechterdings nichls. Zu Büchern batsich niemand gemeldet, obgleich ich die Kataloge alle an die be-sten Örter geschickt Hobe.

Empfiehl mich Deiner lieben Gemahlin, und Frau Mutter,und Allein, was sich meiner erinnert, auch den armen Andresgrüße.

23.

Göttingcn, den g, Sept. 17gj.Dw herzlichsten Dank statte ich Dir für die Güte ab, womit